Deutsche Tageszeitung - Sprecher: New Yorker Ex-Bürgermeister Giuliani in kritischem Zustand im Krankenhaus

Sprecher: New Yorker Ex-Bürgermeister Giuliani in kritischem Zustand im Krankenhaus


Sprecher: New Yorker Ex-Bürgermeister Giuliani in kritischem Zustand im Krankenhaus
Sprecher: New Yorker Ex-Bürgermeister Giuliani in kritischem Zustand im Krankenhaus / Foto: © GETTY IMAGES/AFP/Archiv

Der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani befindet sich nach Angaben seines Sprechers in "kritischem, aber stabilem Zustand" im Krankenhaus. "Bürgermeister Giuliani ist ein Kämpfer, der jeder Herausforderung in seinem Leben mit unerschütterlicher Stärke begegnet ist, und mit genau dieser Stärke kämpft er auch jetzt", erklärte Giulianis Sprecher Ted Goodman am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Es war zunächst unklar, woran Giuliani leidet.

Textgröße ändern:

Goodman gab nicht bekannt, wo der 81-Jährige behandelt wird oder wie lange er bereits dort ist. Die "New York Times" berichtete, dass Giuliani im US-Bundesstaat Florida im Krankenhaus liegt.

US-Präsident Donald Trump reagierte bestürzt auf die Nachricht über den Gesundheitszustand seines engen Verbündeten, den er als "wahren Krieger" und besten New Yorker Bürgermeister aller Zeiten bezeichnete. "Was für eine Tragödie, dass er von den radikalen linken Verrückten, allesamt Demokraten, so schlecht behandelt wurde", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Giuliani habe mit allem Recht gehabt. Mit Blick auf die oppositionellen Demokraten fügte der US-Präsident hinzu: "Sie haben bei den Wahlen betrogen, hunderte von Geschichten erfunden, alles Erdenkliche getan, um unsere Nation zu zerstören, und jetzt sehen Sie sich Rudy an. So traurig."

In früheren Zeiten war Giuliani über die Parteigrenzen hinweg hoch angesehen. Wegen seiner besonnenen Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York wurde das damalige Stadtoberhaupt von der Talk-Queen Oprah Winfrey als "Amerikas Bürgermeister" geadelt. Später wurde Giuliani dann zum loyalen und oft aggressiven Wegbegleiter Trumps - für die Trump-Gegnerschaft ist er seither eine Reizfigur.

Giuliani war nach Trumps Wahlniederlage bei der Präsidentschaftswahl 2020 gegen den späteren Präsidenten Joe Biden eine zentrale Figur bei den Versuchen des abgewählten Amtsinhabers, den Wahlausgang mittels haltloser Betrugsvorwürfe nachträglich zu kippen. In Washington wurde seine Anwaltslizenz wie in New York wegen seiner Falschbehauptungen zur Wahl suspendiert.

Im Dezember 2023 meldete Giuliani bei einem Gericht in New York Insolvenz an und beantragte Gläubigerschutz, nachdem er wegen Verleumdung von zwei früheren Wahlhelferinnen aus Georgia zu einer Millionenzahlung verurteilt worden war.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

US-Gesandte Kushner und Witkoff am Wochenende mit Ukraine-Vorschlag in Moskau und Kiew

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine angekündigt. Seine Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff würden mit einem Vorschlag "zur Beendigung des Kriegs" am Wochenende Moskau und Kiew besuchen, teilte Trump am Freitag mit. Der US-Präsident zeigte sich zudem sicher, dass Russland nach deutschen Vorwürfen wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig/Halle die Nato nicht angreifen werde.

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Textgröße ändern: