Deutsche Tageszeitung - New Yorks Ex-Bürgermeister Giuliani leidet an Lungenentzündung

New Yorks Ex-Bürgermeister Giuliani leidet an Lungenentzündung


New Yorks Ex-Bürgermeister Giuliani leidet an Lungenentzündung

Der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani leidet unter einer schweren Lungenentzündung. Der 81-Jährige liege weiter im Krankenhaus, müsse aber nicht mehr künstlich beatmet werden, erklärte sein Sprecher Ted Goodman am Montag im Onlinedienst X. Sein Zustand sei "kritisch, aber stabil", schrieb Goodman.

Textgröße ändern:

Der Sprecher brachte Giulianis Erkrankung in Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001, nach denen sich der damalige Bürgermeister einen Ruf als engagierter und umsichtiger Politiker erworben hatte. Sein Einsatz nach dem Einsturz des World Trade Centers, bei dem Giuliani giftige Dämpfe eingeatmet habe, habe zur "Diagnose einer restriktiven Atemwegserkrankung" geführt, führte Goodman aus.

"Diese Erkrankung verkompliziert jede Atemwegsinfektion, und das Virus hat seinen Körper schnell überwältigt, sodass eine maschinelle Beatmung erforderlich wurde, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung sicherzustellen und seinen Zustand zu stabilisieren", schrieb der Sprecher weiter. Giuliani sei aber "ein Kämpfer durch und durch" und werde auch diesen Kampf gewinnen, fügte Goodman hinzu.

US-Medien zufolge liegt Giuliani in Florida im Krankenhaus. Wann genau er eingeliefert wurde, ist unklar. US-Präsident Donald Trump hatte bestürzt auf die Nachricht über den Gesundheitszustand seines engen Verbündeten und früheren Anwalts reagiert.

Giuliani war von 1994 bis 2001 Stadtoberhaupt von New York. Wegen seines engagierten Einsatzes nach den Terroranschlägen würdigte ihn die Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey als "Amerikas Bürgermeister".

Später wurde der Republikaner Giuliani dann zum loyalen und oft aggressiven Wegbegleiter Trumps. Er unterstützte den Versuch Trumps, dessen Niederlage bei der Präsidentschaftswahl 2020 gegen den Demokraten Joe Biden anzufechten. Wie Trump sprach Giuliani von Wahlbetrug, wofür es jedoch keine Belege gibt. Wegen der Falschbehauptungen verlor der frühere Bürgermeister seine Anwaltslizenz.

Im Dezember 2023 meldete Giuliani bei einem Gericht in New York Insolvenz an und beantragte Gläubigerschutz. Zuvor war er wegen Verleumdung von zwei früheren Wahlhelferinnen aus Georgia zu einer Millionenzahlung verurteilt worden.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Vor Abschied bei der UNO: Baerbock fordert erneut UN-Generalsekretärin

Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich wenige Tage vor ihrem Ausscheiden als Präsidentin der UN-Generalversammlung noch einmal für eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen stark gemacht. Dies sei ein "Testfall für die Glaubwürdigkeit der Organisation", erklärte Baerbock am Freitag in New York. Bislang waren ausschließlich Männer UN-Generalsekretär.

Meloni feiert Amtszeit-Rekord und stimmt auf Wahlkampf 2027 ein

Mit einer Kundgebung in der Hafenstadt Bari hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Amtszeit-Rekord ihrer Regierung gefeiert und zugleich den Blick auf die Parlamentswahl 2027 gerichtet. "Stabilität ist kein Rekord, den man zur Schau stellt, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Nation planen, entscheiden, ihre Verpflichtungen einhalten und respektiert werden kann", erklärte die 49-jährige Vorsitzende der ultrarechten Fratelli d'Italia (FdI) im Onlinedienst X.

Angriff am helllichten Tag: Russische Drohne trifft Geheimdienst-Zentrale in Kiew

Am helllichten Tag ist der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff am Freitag habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurden zwölf Menschen verletzt. Der Angriff erfolgte kurz vor einem Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew.

Textgröße ändern: