Deutsche Tageszeitung - US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" verlässt Mittelmeer in Richtung Heimathafen

US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" verlässt Mittelmeer in Richtung Heimathafen


US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" verlässt Mittelmeer in Richtung Heimathafen
US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" verlässt Mittelmeer in Richtung Heimathafen / Foto: © AFP/Archiv

Der aus dem Iran-Krieg abgezogene US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" hat das Mittelmeer nach Angaben der Website MarineTraffic und laut Augenzeugenberichten über die Straße von Gibraltar verlassen. Bilder in Onlinenetzwerken vom Mittwoch zeigten, wie der weltweit größte Flugzeugträger mit Dutzenden Kampfjets an Bord die Meerenge in Richtung Westen durchquerte. Das Schiff hatte die Golfregion vergangene Woche verlassen, nachdem es zuvor an Militäreinsätzen gegen den Iran beteiligt war.

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Die "USS Gerald R. Ford" ist bereits seit zehn Monaten auf See. Das ist laut dem U.S. Naval Institute die längste Mission eines US-Flugzeugträgers seit Ende des Kalten Krieges. US-Medienberichten zufolge soll das Schiff in seinen Heimathafen in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia zurückkehren.

Der Flugzeugträger war vor seinem Einsatz im Iran-Krieg schon in der Karibik im Kampf gegen Drogenschmuggler und auch bei der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar im Einsatz. Mitte Februar beorderte US-Präsident Donald Trump die "USS Gerald R. Ford" in die Golfregion.

Im März war auf dem Schiff in einem Waschraum ein Feuer ausgebrochen, bei dem zwei Matrosen verletzt wurden. Zudem waren schwere Probleme mit den Sanitäranlagen aufgetreten. US-Medien berichteten von verstopften Toiletten und langen Schlangen vor den Toilettentüren.

Nach US-Angaben vom vergangenen Freitag sind mit der "USS Abraham Lincoln" und der "USS George Bush" noch zwei US-Flugzeugträger in der Golfregion sowie etwa 20 weitere Schiffe der US-Marine.

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Anfang April trat eine Waffenruhe in Kraft, seitdem kommen die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts aber kaum voran.

Am 11. April fand in Pakistan eine Verhandlungsrunde statt, die jedoch ergebnislos blieb. Die strategisch und wirtschaftlich immens wichtige Straße von Hormus wird weiterhin weitgehend vom iranischen Militär blockiert, während die USA ihre Blockade iranischer Häfen fortsetzen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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