Deutsche Tageszeitung - Parteikreise: Linnemann warnt vor massiver Austrittswelle aus CDU

Parteikreise: Linnemann warnt vor massiver Austrittswelle aus CDU


Parteikreise: Linnemann warnt vor massiver Austrittswelle aus CDU
Parteikreise: Linnemann warnt vor massiver Austrittswelle aus CDU / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts wachsender Unzufriedenheit in den eigenen Reihen hat CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann Parteikreisen zufolge vor einer massiven Austrittswelle aus der CDU gewarnt. Linnemann sprach in der CDU-Präsidiumssitzung am vergangenen Montag von zahlreichen Austritten in diesem Jahr, wie "Bild" (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf hochrangige Parteikreise berichtete. Dabei habe er einen Schwund von mehreren zehntausend Mitgliedern hochgerechnet.

Textgröße ändern:

Gehe die Entwicklung so weiter, würde die CDU bis zum Ende der Legislaturperiode 50.000 Mitglieder verlieren, sagte Linnemann Parteikreisen zufolge. Linnemann selbst wollte die Aussagen auf "Bild"-Anfrage nicht kommentieren. Aus Parteikreisen hieß es, diese Zahl sei ein hochgerechnetes "Worst Case"-Szenario gewesen.

Dennoch wird "Bild" zufolge intern eingestanden, dass die aktuelle Entwicklung auch mit der unbeliebten Bundesregierung und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zusammenhängt. 2026 sei auch auf die Mitglieder-Bilanz bezogen bislang kein gutes Jahr gewesen.

Die aktuelle Entwicklung stellt eine Wende dar: 2024 verzeichnete die CDU mehr als 20.000 Eintritte und überholte die SPD als mitgliederstärkste Partei. Dies wurde auch auf Merz zurückgeführt, der damals die Ampel-Regierung als Oppositionschef unter Druck setzte.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Wehrdienst: 72 Prozent der 18-jährigen Männer haben bisher geantwortet

Von den von der Bundeswehr im Rahmen des neuen Wehrdienstes bisher angeschriebenen 18-jährigen Männern haben knapp drei Viertel (72 Prozent) den ihnen zugesandten Fragebogen beantwortet. Etwas mehr als jeder vierte junge Mann (28 Prozent) hat auf das Schreiben der Bundeswehr nicht reagiert, obwohl die Männer ab Jahrgang 2008 dazu verpflichtet sind, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Donnerstagsausgaben) unter Berufung auf Bundeswehr-Kreise berichteten.

Neue Anti-Terror-Strategie der US-Regierung visiert Europa und Linksextreme an

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat in ihrer neuen Anti-Terror-Strategie Europa und "gewaltbereite Linksextremisten" anvisiert. In Europa, das ein "Brutkasten" für Terrorismus sei, nutzten "gut organisierte feindliche Gruppen offene Grenzen und damit verbundene globalistische Ideale" aus, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Papier. "Je stärker diese fremden Kulturen wachsen und je länger die derzeitige europäische Politik fortbesteht, desto sicherer ist weiterer Terrorismus", hieß es weiter.

Härtetest für britische Regierung: Wahlen in England, Wales und Schottland

Millionen Bürger in Schottland und Wales sind am Donnerstag zur Wahl des Regionalparlaments und in England zur Stimmabgabe bei der Kommunalwahl aufgerufen. Außerdem werden in mehreren englischen Städten die Bürgermeister neu bestimmt. Die Wahllokale öffnen um 07.00 Uhr (Ortszeit, 06.00 Uhr MESZ) und schließen um 22.00 Uhr (Ortszeit, 21.00 MESZ). Erste Ergebnisse dürften in der Nacht zum Freitag bekannt gegeben werden.

Frankreich: Rechtspopulist Bardella traf im Februar deutschen Botschafter in Paris

Der französische Rechtspopulist Jordan Bardella hat nach Angaben seiner Partei Rassemblement National (RN) im Februar den deutschen Botschafter in Paris getroffen. "Ja, sie haben sich im Februar getroffen", bestätigte der RN die Zusammenkunft gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Aus dem Umfeld des RN-Parteichefs erfuhr AFP, das Treffen mit dem deutschen Botschafter Stephan Steinlein sei nicht außergewöhnlich gewesen für Bardella, der "im Rahmen seiner Aufgaben als Vorsitzender des RN und als Fraktionschef im Europäischen Parlament zahlreiche Botschafter trifft".

Textgröße ändern: