Deutsche Tageszeitung - Besuch Selenskyjs in Armenien zu Gipfeltreffen "empört" Russland

Besuch Selenskyjs in Armenien zu Gipfeltreffen "empört" Russland


Besuch Selenskyjs in Armenien zu Gipfeltreffen "empört" Russland
Besuch Selenskyjs in Armenien zu Gipfeltreffen "empört" Russland / Foto: © AFP

Moskau hat sich "empört" darüber geäußert, dass das mit Russland verbündete Armenien Anfang der Woche bei einem Gipfeltreffen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen hat. Es sei "kategorisch inakzeptabel", dass Armenien Selenskyj "bei den jüngsten von der EU geförderten Veranstaltungen eine Plattform geboten hat", erklärte das russische Außenministerium. Moskau sei in dieser Angelegenheit "zu Recht empört", hieß es weiter.

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Russland bestellte als Reaktion den armenischen Gesandten ins Außenministerium ein. Moskau warnte die ehemalige Sowjetrepublik vor einer stärkeren Hinwendung zu Europa.

Eriwan hatte 2024 seine Mitgliedschaft im von Russland geführten Militärbündnis OVKS gekündigt, da Russland Armenien in seinem Konflikt mit Aserbaidschan nicht verteidigte. Es bekundete zudem Interesse an einem EU-Beitritt, was den Kreml zusätzlich verärgerte.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte am Donnerstag bei einer wöchentlichen Pressekonferenz mit Blick auf Selenskyj erklärt: "Die russische Gesellschaft hat mit tiefer Empörung und Fassungslosigkeit nicht nur miterlebt, sondern vor allem in Erinnerung behalten, dass Armenien, das wir als befreundetes, brüderliches Land betrachten, als Plattform gedient hat. Für wen? Für einen Terroristen."

Seit Beginn ihrer Militäroperation im Februar 2022 haben russische Amtsträger den ukrainischen Staatschef regelmäßig beleidigt und die Ukraine immer wieder als "Terrorstaat" bezeichnet. Kiew wies die Äußerungen als Kriegspropaganda zurück.

(P.Hansen--DTZ)

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