Deutsche Tageszeitung - Verbände fordern Qualitätsstandards für frühkindliche Bildung

Verbände fordern Qualitätsstandards für frühkindliche Bildung


Verbände fordern Qualitätsstandards für frühkindliche Bildung
Verbände fordern Qualitätsstandards für frühkindliche Bildung / Foto: © AFP/Archiv

Mehrere Verbände haben Qualitätsvorgaben für die frühkindliche Bildung gefordert. "Bund und Länder müssen sich gemeinsam zu verbindlichen Standards in der Kindertagesbetreuung bekennen", hieß es in der am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung des Sozialverbands Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Gewerkschaft GEW und des Verbands katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK). "Es geht um qualitativ hochwertige Bildung, verlässliche Betreuung und zukunftsfähige Erziehung."

Textgröße ändern:

"Investitionen in Bildung versprechen eine hohe Rendite und bilden den Grundstein für bessere Bildungsverläufe der Kinder", betonten die Verbände. Dennoch werde in der aktuellen Haushaltsdebatte auch über Einsparungen im Bildungsbereich diskutiert, etwa bei der Finanzierung der Kindertagesbetreuung. Die Organisationen warnten vor einer Aufweichung von Qualitätsstandards. Notwendig seien vielmehr gute Personalschlüssel, Leitungsfreistellung sowie mehr Zeit für Fort- und Weiterbildung.

"Bund und Länder sind in der gemeinsamen Verantwortung, gute Rahmenbedingungen und gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Ländern zu schaffen", betonte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern. Kitas seien "die ersten Bildungseinrichtungen, die Kinder kennenlernen". Diese bräuchten "stabile und gute strukturelle Bedingungen, die Fachkräfte das bestmögliche Arbeitsumfeld."

AWO-Vorstand Marvin Deversi warnte davor, den Fokus bei der Weiterentwicklung des Kita-Qualitätsgesetzes allein auf die Frage der Sprachkompetenz zu richten. Sprache sei zwar "ein wichtiger Faktor für gelungene Bildungserfahrungen", verpflichtende Sprachstandserhebungen könnten jedoch "Verbesserungen in der Strukturqualität nicht ersetzen".

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Serbiens Präsident Vucic kündigt vor Anhängern Rücktritt "in ein paar Wochen" an

Bei einer Parteiveranstaltung in Belgrad hat Serbiens Präsident Aleksandar Vucic bekräftigt, in naher Zukunft sein Amt niederlegen zu wollen. "In ein paar Wochen werde ich zurücktreten", sagte Vucic am Samstag in Belgrad. In Serbien gibt es seit mehr als anderthalb Jahren Proteste gegen die Regierung und die im Land herrschende Korruption. Eine der Forderungen der Demonstranten sind vorgezogene Neuwahlen.

Nach Rahmenabkommen mit Libanon: Neue Gefechte zwischen Israel und Hisbollah

Nach der Einigung zwischen Israel und dem Libanon auf ein Rahmenabkommen über eine Friedenslösung sind die Gefechte zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah weitergegangen. Israels Streitkräfte flogen am Wochenende wieder Angriffe im Südlibanon. Ein israelischer Soldat wurde nach Armee-Angaben bei Kämpfen mit der Hisbollah getötet. Die pro-iranische Miliz lehnt das am Freitag unterzeichnete Rahmenabkommen, das ihre Entwaffnung vorsieht, vehement ab.

Neue Angriffe Irans und der USA schüren Furcht vor Kollaps der Friedensbemühungen

Neue Angriffe der USA und des Iran haben die Furcht vor einem Kollaps der Friedensbemühungen für die Golfregion geschürt. Das US-Militär erklärte, es habe in der Nacht zum Sonntag zum zweiten Mal binnen zwei Tagen Ziele im Iran angegriffen. Anschließend wurden die Golfstaaten Kuwait und Bahrain attackiert, die iranischen Revolutionsgarden reklamierten die Angriffe für sich. Derweil wurden aus dem Libanon neue israelische Luftangriffe gemeldet.

Hitzebedingt weniger Teilnehmer - Veranstalter aber sehr zufrieden mit Münchener CSD

Maßgeblich wegen der Hitze haben in diesem Jahr weniger Menschen an der CSD-Demonstration in München teilgenommen. Der Veranstalter zeigte sich am Sonntag dennoch sehr zufrieden. Auch nach Angaben der Polizei verlief alles "friedlich und ohne besondere Störungen". Der Sanitätsidienst der Johanniter betreute 32 Menschen - "Da ging es meist um Hitzefälle", erklärte der CSD-Veranstalter.

Textgröße ändern: