Deutsche Tageszeitung - Klingbeil hofft bei Koalitionstreffen auf Fahrplan für Reform-Gesamtpaket

Klingbeil hofft bei Koalitionstreffen auf Fahrplan für Reform-Gesamtpaket


Klingbeil hofft bei Koalitionstreffen auf Fahrplan für Reform-Gesamtpaket
Klingbeil hofft bei Koalitionstreffen auf Fahrplan für Reform-Gesamtpaket / Foto: © AFP/Archiv

Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) erhofft sich vom Treffen der Koalitionsspitzen am Abend im Kanzleramt einen Fahrplan für die anstehenden Reformvorhaben der Regierung. "Ich will etwas Gemeinsames hinbekommen", sagte Klingbeil am Dienstag in Leipzig. Die Koalition habe sich in den Bereichen Steuer, Finanzen, Haushalt, Energie und Rente ambitionierte Reformen vorgenommen - und nun gehe es "um den Fahrplan nach vorne".

Textgröße ändern:

Als Ergebnis wünsche er sich "ein großes, gerechtes Gesamtpaket, das wir jetzt verabreden für die nächsten Wochen", sagte Klingbeil weiter. Beim Treffen der Koalitionsspitzen im Kanzleramt solle es auch einen "ersten Austausch" über die geplante Einkommensteuerreform geben, mit der die Koalition kleine und mittlere Einkommen entlasten will.

Die Meinungen zur Gegenfinanzierung gingen in der Koalition noch auseinander: "Dazu habe ich Ideen, dazu scheinen andere auch Ideen zu haben", sagte der Bundesfinanzminister. Die Koalition müsse "die nächsten Wochen nutzen", um eine gemeinsame Reform auf den Weg zu bringen.

Klingbeil charakterisierte das Treffen des Koalitionsausschusses als "Arbeitssitzung". Die Spitzen von Union und SPD müssten dabei auch "ein bisschen den Blick zurück machen, weil die letzten Wochen hätten besser laufen müssen für die Koalition", sagte der SPD-Politiker. "Ich muss nicht drum herumreden, dass der Streit die letzten Wochen überlagert hat." Nun sei es nötig, "dass wir uns da zusammenraufen", sagte Klingbeil weiter. "Und ich kann nur sagen, das ist die Haltung, mit der ich da heute Abend reingehe."

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Stichwahl ums Präsidentenamt in Bulgarien

In Bulgarien entscheidet sich am Sonntag in einer Stichwahl, wer künftig an der Spitze des Staates steht. Die russlandfreundliche derzeitige Präsidentin Ilijana Jotowa steht dabei ihrem prowestlichen Herausforderer Andrej Gjurow gegenüber. Im ersten Durchgang vor einer Woche lag Jotowa mit 35 Prozent der Stimmen nur knapp vor Gjurow, der auf 32 Prozent kam.

Trump bringt Angriffe auf weitere Ziele im Iran ins Spiel

US-Präsident Donald Trump hat mögliche neue Angriffe auf Ziele im Iran ins Spiel gebracht. "Wir haben ihr Atomprogramm ausgeschaltet. Wir müssen uns noch um, ich würde sagen, ein oder zwei Anlagen kümmern, aber das können wir in zehn Minuten erledigen", sagte Trump am Samstag vor Journalisten auf seinem Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida.

Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich - insgesamt 565 Festnahmen

Bei Ausschreitungen am Rande landesweiter Massenproteste in Frankreich sind am Samstag 565 Menschen festgenommen worden. Dies teilte das französische Innenministerium am Abend mit. In Paris wurden zudem fünf Sicherheitskräfte verletzt, darunter drei durch Molotowcocktails, wie die Polizeipräfektur mitteilte. Bei einem der Angriffe geriet die Uniform eines Gendarmen durch einen Molotowcocktail in Brand.

Ausschreitungen nach Jugendprotesten in Frankfurt - mehr als 30 Festnahmen

Nach zunächst weitgehend friedlichen Jugendprotesten ist es am Samstagabend in der Innenstadt von Frankfurt am Main zu schweren Ausschreitungen mit Angriffen auf Polizisten und Plünderungen gekommen. Nach Angaben der Polizei bewarfen Randalierer Einsatzkräfte mit Molotowcocktails und schlugen die Fensterscheiben mehrerer Geschäfte ein, darunter die eines Waffenladens. Bis zum späten Abend wurden demnach mehr als 30 Menschen vorläufig festgenommen.

Textgröße ändern: