Deutsche Tageszeitung - DAK-Chef: Gesundheitsreform kann Beiträge nicht lange stabilisieren

DAK-Chef: Gesundheitsreform kann Beiträge nicht lange stabilisieren


DAK-Chef: Gesundheitsreform kann Beiträge nicht lange stabilisieren
DAK-Chef: Gesundheitsreform kann Beiträge nicht lange stabilisieren / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Die Krankenkasse DAK erwartet trotz der geplanten Gesundheitsreform weiter steigende Beiträge. Die bereits vom Bundeskabinett beschlossene Reform werde die Beiträge "maximal für zwei Jahre stabil halten", sagte DAK-Chef Andreas Storm der "Rheinischen Post" vom Mittwoch. Spätestens 2029 würden die Beiträge wieder steigen. "Wenn im Laufe der Beratungen das Einsparvolumen weiter reduziert wird, ist fraglich, ob die Stabilisierung überhaupt gelingen kann" sagte Storm.

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Die Reform komme derzeit von zwei Seiten unter Druck, warnte Storm. "Politisch droht eine Reduzierung des Einsparpotenzials. Wirtschaftlich droht eine Verschlechterung der Lage, so dass die Finanzierungslücken größer werden als geschätzt." Falls dieser Druck zu einer Verwässerung der Reform führe, "drohen schon zum Jahresbeginn 2027 höhere Beiträge", sagte Storm. Die gesetzliche Krankenversicherung erlebe aktuell die größte Finanzkrise ihrer Geschichte, sagte Storm.

Die DAK-Gesundheit ist mit 5,4 Millionen Versicherten die drittgrößte Krankenkasse in Deutschland.

(P.Tomczyk--DTZ)

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