Deutsche Tageszeitung - Rechtskandidatin Fujimori und Linkskandidat Sánchez in Stichwahl um Präsidentenamt in Peru

Rechtskandidatin Fujimori und Linkskandidat Sánchez in Stichwahl um Präsidentenamt in Peru


Rechtskandidatin Fujimori und Linkskandidat Sánchez in Stichwahl um Präsidentenamt in Peru
Rechtskandidatin Fujimori und Linkskandidat Sánchez in Stichwahl um Präsidentenamt in Peru / Foto: © AFP/Archiv

In Peru gehen nach der chaotischen ersten Runde der Präsidentschaftswahl die rechtsgerichtete Kandidatin Keiko Fujimori und der linksgerichtete Kandidat Roberto Sánchez in die Stichwahl. Das geht aus dem am Sonntag veröffentlichten Endergebnis des ersten Wahlgangs hervor. Fujimori, die Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, kam demnach auf 17,1 Prozent der Stimmen, gefolgt von Sánchez mit 12,0 Prozent.

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Sánchez setzte sich mit einem Vorsprung von lediglich 21.209 Stimmen gegen den ultrakonservativen Kandidaten Rafael López Aliaga durch: Der frühere Bürgermeister von Lima landete mit 11,9 Prozent auf Platz drei.

Bei der ersten Wahlrunde am 12. April hatten Verzögerungen bei der Lieferung von Wahlunterlagen mehr als 50.000 Menschen an der Stimmabgabe gehindert. Vielen Wahllokale blieben daher länger geöffnet oder öffneten am nächsten Tag erneut. Eine Wahlbeobachtermission der EU sprach nach dem Urnengang von "schwerwiegenden Mängeln". Belege für gezielten Wahlbetrug, wie ihn der unterlegene Kandidat López Aliaga seitdem wiederholt beklagt hatte, fanden sie allerdings nicht.

Vor der Stichwahl am 7. Juni wird nun ein hitziger Wahlkampf erwartet: Die 50-jährige Fujimori, die als Unterstützerin von US-Präsident Donald Trump gilt, tritt bereits zum vierten Mal bei einer Präsidentschaftswahl an. Für den 57-jährigen Sánchez ist es die erste Kandidatur. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft, weil er bei der Wahlbehörde falsche Angaben gemacht haben soll. Sie fordert eine Haftstrafe von fünf Jahren und vier Monaten.

(A.Stefanowych--DTZ)

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