Deutsche Tageszeitung - Warken: Deutschland zu Unterstützung im Kampf gegen Ebola-Virus bereit

Warken: Deutschland zu Unterstützung im Kampf gegen Ebola-Virus bereit


Warken: Deutschland zu Unterstützung im Kampf gegen Ebola-Virus bereit
Warken: Deutschland zu Unterstützung im Kampf gegen Ebola-Virus bereit / Foto: © AFP/Archiv

Deutschland ist nach den Worten von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bereit, der Demokratischen Republik Kongo beim Kampf gegen das Ebola-Virus zu helfen. Zwar gebe es noch kein offizielles Ersuchen des Landes, "aber wir wären auf jeden Fall vorbereitet", sagte Warken am Montag dem Sender rbb. Das Robert-Koch-Institut stehe ebenso zur Hilfe bereit wie das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

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"Dort könnten zum Beispiel mobile Labore gestellt werden, die dann vor Ort eingesetzt werden", sagte Warken. Das gelte ebenso für geschultes Personal, das "Unterstützung in der Kommunikation darüber, wie man sich vor Ansteckung schützen kann", leisten könne. "Wir stehen auf jeden Fall bereit", betonte die Ministerin. Sie äußerte die Erwartung, dass es in den nächsten Tagen ein Ersuchen um Unterstützung geben könnte.

In der Demokratischen Republik Kongo sind nach offiziellen Angaben bislang mindestens 88 Menschen an der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus gestorben. Von dem Krankheitsausbruch betroffen ist auch das benachbarte Uganda. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Warnstufe.

Warken bezeichnete die Gefahr einer weltweiten Ebola-Pandemie am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin" als "nahezu ausgeschlossen". Die von der WHO ausgerufene internationale Gesundheitsnotlage diene vor allem dazu, die Behörden vor Ort zu unterstützen. Für Deutschland sieht die Ministerin derzeit keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. "Das Risiko für die deutsche Bevölkerung ist als äußerst gering einzuschätzen", betonte Warken,

Der Ebola-Ausbruch der Demokratischen Republik Kongo wird wie der Hantavirus-Ausbruch auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff die Debatten bei der Weltgesundheitsversammlung bestimmen. Das wichtigste Entscheidungsgremium der WHO kommt am Montag in Genf zu einer einwöchigen Sitzung zusammen, an der auch Warken teilnimmt. Am Sonntag traf sie in Genf bereits WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

(W.Uljanov--DTZ)

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