Deutsche Tageszeitung - Regierungskrise in London: Womöglich entscheidende Nachwahl am 18. Juni

Regierungskrise in London: Womöglich entscheidende Nachwahl am 18. Juni


Regierungskrise in London: Womöglich entscheidende Nachwahl am 18. Juni
Regierungskrise in London: Womöglich entscheidende Nachwahl am 18. Juni / Foto: © AFP

Eine für die Zukunft der angeschlagenen regierenden Labour-Partei in Großbritannien möglicherweise entscheidende Nachwahl ist für den 18. Juni angesetzt worden. Der Rat für den Wahlkreis Makerfield in Englands Nordwesten bestimmte am Mittwoch dieses Datum für den Urnengang, bei dem Starmers aussichtsreicher Rivale Andy Burnham für einen Sitz im Parlament kandidieren will. Der Labour-Abgeordnete Josh Simons war extra zurückgetreten, um dem bisherigen Bürgermeister von Manchester einen Weg zurück ins Unterhaus zu ebnen. Burnham kann nur als Abgeordneter Labour-Chef und damit den unter Druck stehenden Premierminister Keir Starmer ablösen.

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Starmer sieht sich nach dem Debakel der Labour Party bei den Kommunal- und Regionalwahlen mit Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen konfrontiert. Der Regierungschef schließt einen Rückzug aber bislang aus. Am Wochenende hatte bereits der kurz zuvor zurückgetretene Gesundheitsminister Wes Streeting angekündigt, als möglicher Nachfolger des angeschlagenen Partei- und Regierungschefs zu kandidieren. Wer Vorsitzender der regierenden Labour-Partei wird, die im Parlament eine deutliche Mehrheit hat, wird automatisch Premierminister.

Burnham, der dem linken Flügel von Labour angehört, ist derzeit der beliebteste britische Politiker über alle Parteigrenzen hinweg. Bevor er Bürgermeister der Metropolregion Manchester wurde, war er von 2001 bis 2017 Abgeordneter und zeitweilig auch Minister. Er hat bereits mit dem Wahlkampf im unweit von Manchester gelegenen Makerfield begonnen, trifft dort indes auf starke Konkurrenz von der Partei Reform UK.

Zwar hatte Labour die Parlamentswahl dort 2024 knapp gewonnen, bei den jüngsten Regionalwahlen am 7. Mai gewannen die Rechtspopulisten aber jeden einzelnen Bezirk in dem Wahlkreis. Gegen Burnham tritt für die einwanderungsfeindliche Reform-UK-Partei Robert Kenyon an, ein Klempner aus der Region.

(B.Izyumov--DTZ)

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