Deutsche Tageszeitung - Hilfsorganisationen beklagen weiter katastrophale Zustände im Gazastreifen

Hilfsorganisationen beklagen weiter katastrophale Zustände im Gazastreifen


Hilfsorganisationen beklagen weiter katastrophale Zustände im Gazastreifen
Hilfsorganisationen beklagen weiter katastrophale Zustände im Gazastreifen / Foto: © AFP/Archiv

Sechs Monate, nachdem die Vereinten Nationen einen Friedensplan für den Gazastreifen unterstützten, ist die humanitäre Lage in dem Palästinensergebiet nach Angaben von Hilfsorganisationen weiter katastrophal. Vertreter von Oxfam, Save the Children und Refugees International beklagten am Donnerstag am UN-Sitz in New York, es klaffe eine Lücke zwischen den israelischen Zusagen und der Realität für die Palästinenser.

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Die Präsidentin von Oxfam America, Abby Maxman, sagte, Israel verweigere den erfahrensten Hilfsorganisationen weiterhin, im notwendigen Maße Güter in den Gazastreifen zu bringen. Das betreffe unter anderem Material zum Reparieren von Wassersystemen, Notunterkünfte und Medizin, sagte Maxman. "Und das trotz der Versprechungen von Wiederaufbau, wirtschaftlicher Entwicklung und langfristigem Wohlstand."

Die US-Chirurgin Teresa Soldner berichtete von anhaltenden israelischen Angriffen. Während ihrer Zeit im Gazastreifen seien jeden Tag Verletzte eingeliefert worden. Das palästinensische Gesundheitswesen sei "absolut dezimiert" worden.

Janti Soeripto von Save the Children berichtete von schwer unterernährten Kindern im Gazastreifen. Mehr als 600.000 Kinder würden zudem das dritte Jahr in Folge nicht in die Schule gehen können.

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei Massakern an dem Tag töteten die Islamisten mehr als 1220 Menschen, 251 Opfer verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen.

Nach zwei Kriegsjahren trat im Oktober 2025 eine maßgeblich von den USA vermittelte Waffenruhe in Kraft. Der UN-Sicherheitsrat stellte sich im folgenden Monat hinter den US-Friedensplan. Israel und die Hamas werfen sich gegenseitig Verstöße gegen das Abkommen vor.

(Y.Ignatiev--DTZ)

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