Deutsche Tageszeitung - Fußball-WM: Iranische Nationalmannschaft verlegt Quartier aus den USA nach Mexiko

Fußball-WM: Iranische Nationalmannschaft verlegt Quartier aus den USA nach Mexiko


Fußball-WM: Iranische Nationalmannschaft verlegt Quartier aus den USA nach Mexiko
Fußball-WM: Iranische Nationalmannschaft verlegt Quartier aus den USA nach Mexiko / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts des anhaltenden Konflikts mit den USA hat der Iran das WM-Quartier seiner Fußball-Nationalmannschaft aus Tucson im US-Bundesstaat Arizona nach Mexiko verlegt. Nach der Erlaubnis des Fußball-Weltverbands Fifa beziehe die iranische Nationalmannschaft während des Turniers ihr Quartier in der an die USA grenzenden mexikanischen Stadt Tijuana, teilte der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Tadsch, am Samstag in einem Video mit, das die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitete.

Textgröße ändern:

Tadsch erklärte, "das Problem der Visa" der US-Behörden werde dadurch "größtenteils gelöst". Der Quartierwechsel ermögliche es den Nationalspielern zudem, mit der iranischen Fluggesellschaft Iran Air zu fliegen. Außerdem sei Tijuana näher an den Spielorten der Nationalmannschaft als das zunächst vorgesehene Quartier in Arizona.

Die Fußball-WM wird in diesem Jahr von den Nachbarländern Mexiko, USA und Kanada ausgerichtet. Sie beginnt am 11. Juni, das Finale findet am 19.7. statt.

Irans Teilnahme war lange Zeit fraglich, da mit den Vereinigten Staaten eines der Gastgeberländer am Iran-Krieg beteiligt ist. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit ihren militärischen Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Teheran reagierte mit Luftangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Ziele in der Golfregion. Derzeit gilt eine brüchige Waffenruhe.

Die iranische Fußball-Nationalmannschaft spielt in der Qualifikationsgruppe G und bestreitet ihre ersten zwei Spiele in der US-Metropole Los Angeles - am 15. Juni gegen Neuseeland und am 21. Juni gegen Belgien. Irans drittes Vorrundenspiel gegen Ägypten findet dann am 26. Juni in der US-Metropole Seattle statt. Derzeit bereitet sich das iranische Team im türkischen Antalya auf das Turnier vor.

Der Vize-Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Mohammed Nabi, hatte am Dienstag erklärt, es sei unklar, ob alle Spieler und Mitglieder des sie begleitenden Stabs US-Visa erhielten. Er habe aber großes Vertrauen in die Verfahrensvorgaben der Fifa.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

US-Außenminister: Trump hat noch keine Entscheidung über neue Iran-Angriffe getroffen

US-Präsident Donald Trump hat nach Worten seines Außenministers Marco Rubio noch keine Entscheidung über mögliche neue Angriffe auf den Iran getroffen. "Wir können militärische Ziele erreichen, wenn wir das wollen", sagte Rubio am Samstag bei einer Pressekonferenz beim G20-Außenministertreffen in der US-Großstadt Atlanta. "Er (Trump) hat noch keine Entscheidung getroffen." Die USA würden das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Evakuierte aus umkämpfter ukrainischer Stadt Oleschky zurück bei ihren Angehörigen

Inmitten einer Feuerpause sind Einwohner der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky über Russland und Belarus evakuiert worden und zu ihren Angehörigen zurückgekehrt. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, überquerten die Menschen am Samstag die ukrainische Grenze in der Region Tschernihiw im Norden des Landes. Die Feuerpause läuft noch bis Sonntagabend.

Regierung: 320.000 Teilnehmer bei neuen Protesten in Frankreich

An den neuen landesweiten Protesten in Frankreich gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem haben erneut hunderttausende Menschen teilgenommen. Das französische Innenministerium sprach am Samstag von landesweit 320.000 Demonstranten. Allein in der Hauptstadt Paris gingen nach Angaben der Polizeipräfektur 70.000 Menschen auf die Straße. Dort kam es am späten Nachmittag zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Berliner Linke stimmt für Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD 

In Berlin können sechs Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus die Koalitionsverhandlungen von Linken, Grünen und SPD beginnen. Am Samstag stimmte ein Landesparteitag des Wahlsiegers Linke bei wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen mit überwältigender Mehrheit für die Gespräche. In der Debatte davor gab es breite Zustimmung für Spitzenkandidatin Elif Eralp, die Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden will.

Textgröße ändern: