Deutsche Tageszeitung - Schüsse in der Nähe des Weißen Hauses: Schütze erschossen und Trump in Sicherheit

Schüsse in der Nähe des Weißen Hauses: Schütze erschossen und Trump in Sicherheit


Schüsse in der Nähe des Weißen Hauses: Schütze erschossen und Trump in Sicherheit
Schüsse in der Nähe des Weißen Hauses: Schütze erschossen und Trump in Sicherheit / Foto: © AFP

In der Nähe des Amtssitzes von US-Präsident Donald Trump hat ein Mann auf Sicherheitskräfte des Secret Service geschossen. Nach dem Angriff in der Nähe des Weißen Hauses in Washington hätten die Beamten am Samstag (Ortszeit) zurückgeschossen und den mutmaßlichen Schützen tödlich verletzt, berichteten US-Medien unter Berufung auf den Secret Service. Nach den Schüssen riegelte ein Großaufgebot an Sicherheitskräften weiträumig das Weiße Haus ab, in dem sich Trump aufhielt.

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Der Angreifer habe an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Weißen Hauses das Feuer auf Beamte des Secret Service eröffnet, zitierten US-Medien die für den Schutz des US-Präsidenten zuständige Behörde. "Polizeibeamte des Secret Service erwiderten das Feuer, trafen den Verdächtigen, der in ein Krankenhaus in der Gegend gebracht wurde, wo er später starb", hieß es weiter.

Bei dem Schusswechsel wurde demnach außerdem ein Passant getroffen. Zu seinem Zustand äußerte sich der Secret Service nicht.

US-Präsident Donald Trump hatte sich während des Vorfalls im Weißen Haus aufgehalten. Wie er selbst mitgeteilt hatte, blieb der 79-jährige Staatschef über das Feiertagswochenende in Washington, um an einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs zu arbeiten, statt an der Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilzunehmen.

Der Amtssitz des US-Präsidenten wurde nach den Schüssen von zahlreichen Sicherheitskräften weiträumig abgeriegelt. Der Chef der US-Bundespolizei FBI, Kash Patel, erklärte im Onlinedienst X, Beamte seiner Behörde unterstützten nach den Schüssen "in der Nähe des Geländes des Weißen Hauses" vor Ort den Secret Service. Mitglieder der Nationalgarde verwehrten den Zugang zu einer Gegend im Zentrum von Washington, wie ein AFP-Journalist berichtete.

Der kanadische Tourist Reid Adrian schilderte AFP, er habe in der Nähe des Weißen Hauses "20 bis 25" Geräusche gehört, die wie Feuerwerk geklungen hätten - "aber es waren Schüsse, und dann sind alle losgerannt".

Journalisten, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Nordrasen des Weißen Hauses aufhielten, berichteten im Onlinedienst X, sie seien angewiesen worden, loszulaufen und im Pressekonferenzsaal des Weißen Hauses Schutz zu suchen. Die ABC-News-Korrespondentin Selina Wang, die zum Zeitpunkt des Vorfalls ein Video für Onlinenetzwerke aufnahm, schrieb auf X: "Es klang wie Dutzende Schüsse."

Der Fox-News-Moderator Bret Baier sagte unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsmitarbeiter, der Schütze habe sich der Westseite des Weißen Hauses genähert und drei Mal geschossen. Dem Angreifer sei es nicht gelungen, in den Sicherheitsbereich rund um das Weiße Haus einzudringen.

"Dank sei Gott, Präsident Trump ist in Sicherheit", erklärten die Republikaner im US-Repräsentantenhaus auf X nach den Schüssen. "Endlose Dankbarkeit gegenüber dem Secret Service für seine sofortige heldenhafte Reaktion. Die politische Gewalt muss aufhören", hieß es in der Erklärung weiter.

Erst am 25. April hatte sich in Washington ein Schusswaffenvorfall am Rande des traditionellen Korrespondenten-Dinners ereignet, an dem Trump und seine Frau Melania teilnahmen. Ein bewaffneter Mann versuchte, eine Sicherheitskontrolle zu dem Veranstaltungssaal zu überwinden, kam dem US-Präsidenten oder anderen Gästen aber nicht zu nahe. Bei der Festnahme des Angreifers fielen mehrere Schüsse. Der Mann muss sich nun wegen versuchten Mordes am US-Präsidenten verantworten.

Trump war in den vergangenen zwei Jahren bereits zwei Attentatsversuchen entgangen: Im Juli 2024 schoss ein Mann während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania auf ihn, die Kugel streifte den damaligen Präsidentschaftskandidaten am Ohr. Im September 2024 wollte ein Mann Trump in Florida beim Golfspielen erschießen. Der 59-Jährige wurde gefasst und Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.

(W.Novokshonov--DTZ)

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