Deutsche Tageszeitung - Weitere nächtliche Angriffswelle in Kiew - Schule bei russischem Bombardement getroffen

Weitere nächtliche Angriffswelle in Kiew - Schule bei russischem Bombardement getroffen


Weitere nächtliche Angriffswelle in Kiew - Schule bei russischem Bombardement getroffen
Weitere nächtliche Angriffswelle in Kiew - Schule bei russischem Bombardement getroffen / Foto: © AFP

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht zu Sonntag von einer weiteren Angriffswelle erschüttert worden. Das berichtete eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP am frühen Sonntagmorgen. Ein paar Stunden zuvor waren in Kiew heftige Explosionen zu hören gewesen.

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Der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, hatte dazu erklärt, die ukrainische Hauptstadt sei "das Ziel eines massiven Angriffs mit ballistischen Raketen". Es gebe erste Berichte über Brände und Schäden an Wohngebäuden. Tkatschenko rief die Bevölkerung auf, in den Schutzräumen zu bleiben.

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte auf Telegram, im Bezirk Schewtschenkiwsky sei eine Schule getroffen worden und es sei ein Feuer ausgebrochen. Zunächst war unklar, ob es Verletzte gab.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hatte am Samstagabend erklärt, den ukrainischen Geheimdiensten lägen Daten unter anderem von Partnern in Europa und den USA vor, wonach Russland einen Angriff mit seiner neuartigen Oreschnik-Rakete vorbereite. Auch die US-Botschaft in Kiew warnte, ihr vorliegenden Informationen zufolge könne "jederzeit innerhalb der kommenden 24 Stunden" ein "möglicherweise bedeutsamer Luftangriff erfolgen".

Die russische Oreschnik-Rakete ist eine atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete, die nach Angaben des Kreml eine Geschwindigkeit von mehr als 12.000 Kilometern pro Stunde und Ziele in 3000 bis 5500 Kilometer Entfernung erreichen kann. Laut Russlands Präsident Wladimir Putin ist es selbst für moderne Luftabwehrsysteme "unmöglich", die Rakete abzufangen.

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte ukrainische Region Luhansk in der Nacht zum Freitag hatte Putin Kiew mit Vergeltung gedroht. Bei dem Angriff wurde nach russischen Angaben eine Fachhochschule samt Studentenwohnheim in der Stadt Starobilsk getroffen, 18 Menschen kamen demnach ums Leben. Kiew bestreitet einen gezielten Angriff auf Zivilisten und erklärte, Ziel sei eine Drohneneinheit der russischen Armee in der Region Starobilsk gewesen.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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