Deutsche Tageszeitung - "Spiegel": USA planen deutliche Reduzierung der Militärbeiträge für die Nato

"Spiegel": USA planen deutliche Reduzierung der Militärbeiträge für die Nato


"Spiegel": USA planen deutliche Reduzierung der Militärbeiträge für die Nato
"Spiegel": USA planen deutliche Reduzierung der Militärbeiträge für die Nato / Foto: © AFP/Archiv

Die USA wollen einem Medienbericht zufolge ihre militärischen Beiträge zur Nato deutlich reduzieren. Ein Gesandter des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth habe bei einem Treffen in Brüssel vergangene Woche die Verbündeten darüber unterrichtet, dass Washington künftig "erheblich weniger militärische Schlüsselfähigkeiten bereitstellen" werde, berichtete der "Spiegel" am Dienstag. Demnach betreffen die Kürzungen unter anderem "US-Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnen oder Tankflugzeuge".

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Den Angaben zufolge planen die USA, deutlich weniger strategische Bomber für die Nato abzustellen, der "Spiegel" berichtet über eine "Halbierung der bisherigen Zahl". Die Zahl der US-Kampfjets soll demnach um ein Drittel sinken. Das habe der US-Gesandte Alexander Velez Green, Chefberater des US-Staatssekretärs für Verteidigungspolitik, Elbridge Colby, hochrangigen Beamten der Nato-Partner bei dem Treffen hinter verschlossenen Türen mitgeteilt.

Die US-Marine soll zudem laut "Spiegel" weniger Zerstörer für die Nato bereithalten, U-Boote wollen die USA im Nato-Verbund demnach gar nicht mehr stellen.

Auch Drohnen zur Aufklärung sollen die Europäer selbst stellen. Bei bewaffneten Modellen wollen die USA ihr Engagement deutlich zurückfahren.

Washington fordert seit längerem von Kanada und den europäischen Partnern, mehr Verantwortung bei der Verteidigung des Nato-Gebiets zu übernehmen. Neben dem Abzug von US-Truppen aus Europa gehört dazu auch ein "burden shifting" (Lastenverlagerung) bei den Kommandostrukturen und militärischen Fähigkeiten.

Die nun gemeldete Reduzierung würde sich auf das Nato Force Model beziehen, das beschreibt, welches Land der Nato im Einsatzfall wie schnell wie viele Soldaten und militärisches Gerät zur Verfügung stellt.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte vergangene Woche gesagt, er könne sich zu den "streng geheimen" Planungen noch nicht äußern, "aber ich denke, dies entspricht genau unseren Erwartungen und liegt absolut im Rahmen des Ansatzes, dass es keine Überraschungen geben soll". Der Prozess sei "nichts Neues", betonte Rutte. "Jeder wusste, dass das passieren würde."

(V.Korablyov--DTZ)

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