Deutsche Tageszeitung - Von der Leyen zu Drohnenalarmen: Russland versucht Europa zu "destabilisieren"

Von der Leyen zu Drohnenalarmen: Russland versucht Europa zu "destabilisieren"


Von der Leyen zu Drohnenalarmen: Russland versucht Europa zu "destabilisieren"
Von der Leyen zu Drohnenalarmen: Russland versucht Europa zu "destabilisieren" / Foto: © AFP

Nach fortgesetztem Drohnenalarm in den baltischen Staaten hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Moskau vorgeworfen, die europäischen Demokratien "destabilisieren" zu wollen. "Dies ist eine bewusste Strategie Russlands", sagte von der Leyen am Dienstag bei einem Treffen mit den baltischen Staats- und Regierungschefs in Vilnius ein. "Doch ganz ähnlich wie auf den Schlachtfeldern der Ukraine scheitert Russland", fügte sie hinzu.

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In den vergangenen Monaten haben Drohnenalarme in den baltischen Staaten zugenommen, da die ukrainischen Angriffe auf russische Ziele in der nahegelegenen Region St. Petersburg intensiviert wurden. Letzte Woche hatte ein in Litauen stationierter Nato-Kampfjet über Estland eine offenbar verirrte ukrainische Drohne abgeschossen. Kiew beschuldigte Moskau, absichtlich ukrainische Drohnen in die Baltenstaaten umzuleiten.

Litauen, Estland und Lettland gehören zu den vehementesten Unterstützern der von Russland angegriffenen Ukraine. Moskau wirft den drei früheren Sowjetrepubliken immer wieder vor, dass sie der Ukraine als Basis für Angriffe auf russisches Territorium dienten. Die Länder weisen dies zurück.

Von der Leyen räumte ein, die Serie von Luftalarmen habe "Verwundbarkeiten" in der Verteidigung des Kontinents offengelegt, und warnte vor ähnlichen Vorfällen in weiter westlich gelegenen EU-Staaten. Was die baltischen Staaten derzeit erlebten, "könnte morgen den Rest Europas treffen", sagte sie.

Von der Leyen kündigte zur Bewältigung des Problems "stärker vereinheitlichte Alarmsystemen und eine verbesserte grenzüberschreitende Koordinierung" an.

(V.Korablyov--DTZ)

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