Deutsche Tageszeitung - Texas: Trump macht Kongress-Vorwahl zum Loyalitätstest

Texas: Trump macht Kongress-Vorwahl zum Loyalitätstest


Texas: Trump macht Kongress-Vorwahl zum Loyalitätstest
Texas: Trump macht Kongress-Vorwahl zum Loyalitätstest / Foto: © AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat die Kongress-Vorwahl in Texas zum Loyalitätstest erklärt. Bei der parteiinternen Abstimmung der Republikaner für einen Senatsposten am Dienstag unterstützte Trump den umstrittenen texanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton gegen den langjährigen Senator John Cornyn. "Texas, wähle Ken Paxton, den besten Generalstaatsanwalt unseres Landes!", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.

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Vor einer Woche hatte Trump den 63-jährigen Paxton als seinen Wunschkandidaten ausgerufen. Er nannte ihn einen "echten Maga-Krieger" seiner Bewegung Make Amerika Great Again (Macht Amerika wieder großartig). In Umfragen legte Paxton daraufhin deutlich zu. Zuletzt lag er mehr als zehn Prozentpunkte vor dem 74 Jahre alten Cornyn, der Texas bereits seit 2002 im Senat in Washington vertritt. Das Trump-Lager wirft Cornyn unter anderem vor, zusammen mit den oppositionellen Demokraten im Kongress für eine stärkere Waffenkontrolle gestimmt zu haben.

Paxton gilt als streitlustiger Trump-Verbündeter. Er hat mehrere Skandale überstanden, darunter ein Amtsenthebungsverfahren 2023, in dem ihm Republikaner wie Demokraten Bestechlichkeit und Behinderung der Justiz vorwarfen. Der texanische Senat verhinderte jedoch, dass er als Generalstaatsanwalt abtreten musste.

Die Vorwahl in Texas ist Teil von Trumps Plan, in Ungnade gefallene Republikaner aus der Partei zu entfernen. Unter anderem in Kentucky und in Louisiana waren zuletzt Kongressmitglieder in parteiinternen Vorwahlen ausgeschieden, die sich dem Präsidenten widersetzt hatten.

Erste Ergebnisse aus Texas wurden in der Nacht zum Mittwoch MESZ erwartet. Der republikanische Sieger tritt bei den landesweiten Kongress-Zwischenwahlen am 3. November gegen den Demokraten James Talarico an. Er gilt mit 37 Jahren als einer der Hoffnungsträger der zerstrittenen Partei. Texas wählt traditionell republikanisch, Trump hatte den Bundesstaat 2024 mit fast 14 Punkten Vorsprung gewonnen. Die Demokraten hoffen jedoch darauf, dass die Skandale um Paxton viele Wählerinnen und Wähler abschrecken könnten.

(L.Svenson--DTZ)

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