Deutsche Tageszeitung - Nordkorea meldet Test von neuem Raketensystem und Marschflugkörpern

Nordkorea meldet Test von neuem Raketensystem und Marschflugkörpern


Nordkorea meldet Test von neuem Raketensystem und Marschflugkörpern
Nordkorea meldet Test von neuem Raketensystem und Marschflugkörpern / Foto: © AFP

Nordkorea hat nach eigenen Angaben ein neues Raketenstartsystem sowie ein neues Marschflugkörper-Waffensystem getestet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch berichtete, wurden die am Vortag ausgeführten Tests von Machthaber Kim Jong Un persönlich beaufsichtigt. Dieser sprach den Angaben zufolge von einem "klaren Signal für die Modernisierung unserer Streitkräfte".

Textgröße ändern:

"Es ist eine unverzichtbare Voraussetzung für das Wirken unserer Armee, über eine derart zerstörerische Kraft zu verfügen", wurde Kim zitiert. Diese mache es "für jede feindliche Streitmacht theoretisch unmöglich, zu überleben". Laut KCNA wurde bei dem Test unter anderem ein "hochpräzises autonomes Navigationssystem" eingesetzt.

Die südkoreanische Armee hatte die neuen Tests des kommunistischen Nordens bereits am Dienstag vermeldet. Nordkorea habe unter anderem eine ballistische Kurzstreckenrakete ins Gelbe Meer abgefeuert, erklärte der südkoreanische Generalstab. Insgesamt seien "mehrere Geschosse" vom nordkoreanischen Chongju aus gestartet worden, etwa 80 Kilometer weit geflogen und im Gelben Meer niedergegangen, das die koreanische Halbinsel von China trennt.

In der Folge erhöhte die südkoreanische Armee nach eigenen Angaben die Alarmbereitschaft. Südkorea, die USA und Japan tauschten demnach engmaschig Geheimdienstinformationen zu den Vorfällen aus.

Der Raketenabschuss aus Nordkorea war der achte in diesem Jahr. Im April hatte das kommunistische Land eigenen Angaben zufolge bei Raketentests international geächtete Streumunition eingesetzt. Die Führung in Pjöngjang ist international weitgehend isoliert. Wegen seines Raketen- und Atomprogramms wurden zahlreiche internationale Sanktionen gegen Nordkorea verhängt.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Araghtschi: Iran sieht derzeit "keine Notwendigkeit" für Gespräche mit den USA

Der Iran hat nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi derzeit keine Pläne für Gespräche mit den USA. "Unter den gegenwärtigen Umständen sieht der Iran keine Notwendigkeit für ein Treffen mit den Amerikanern", sagte Araghtschi am Samstag laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna in einem Interview mit dem Fernsehsender Al Dschasira. Die Bedingungen Teherans für ein Abkommen mit den USA seien klar, "diesbezügliche Konsultationen finden derzeit unter Vermittlern statt".

Medienbericht: US-Regierung will mehr als 150 Afghanen abschieben

Die US-Regierung will einem Bericht zufolge mehr als 150 afghanische Migranten über Pakistan in ihre Heimat abschieben, obwohl ihnen dort Aktivisten zufolge Verfolgung und Gewalt drohen. Der erste Abschiebeflug könnte bereits am Montag starten, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf drei US-Regierungsmitarbeiter. Unter den Migranten befinden sich nach Angaben der Menschenrechtsgruppe AfghanEvac auch Afghanen, die früher für das US-Militär in dem Land am Hindukusch gearbeitet haben.

Proteste in Frankreich: Studenten rufen zu Blockade von Universitäten auf

In Frankreich haben landesweite Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem begonnen. Bei einem Protestmarsch in der Hauptstadt Paris riefen zwei Studentengewerkschaften am Samstag zu einer Blockade von Universitäten und Gymnasien am kommenden Dienstag und Donnerstag auf. Grund sei unter anderem das Verbot einer von den Demonstrierenden in Paris angemeldeten Route durch die Behörden, sagte die Sprecherin der Gewerkschaft USL, Sabrine Kharbach.

Nur wenig Zulauf zu "GenZ"-Protesten: Bisher friedlicher Verlauf

Die bundesweiten Jugendproteste der Gruppierung "GenZ regelt" in Deutschland sind am Samstagnachmittag mit deutlich weniger Teilnehmern als von den Organisatoren erwartet gestartet. Dabei blieb es an den Veranstaltungsorten mit den größten prognostizierten Teilnehmerzahlen zunächst überall friedlich, wie die Polizei mitteilte.

Textgröße ändern: