Deutsche Tageszeitung - Anzeichen für Verlängerung der Feuerpause im Iran-Krieg

Anzeichen für Verlängerung der Feuerpause im Iran-Krieg


Anzeichen für Verlängerung der Feuerpause im Iran-Krieg
Anzeichen für Verlängerung der Feuerpause im Iran-Krieg / Foto: © POOL/AFP

Im Iran-Krieg gibt es Anzeichen für eine Verlängerung der Feuerpause: Unterhändler der USA und des Iran erzielten nach Angaben aus informierten US-Kreisen eine vorläufige Einigung, die eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage sowie Verhandlungen über das iranische Atomprogramm vorsieht. US-Vize-Präsident JD Vance bestätigte Fortschritte, sagte aber, die letztliche Zustimmung von Präsident Donald Trump stehe noch aus. Die iranische Seite bestätigte die Einigung nicht.

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US-Kreise bestätigten einen Bericht des US-Nachrichtenportals "Axios", wonach der Iran einwilligte, während der 60 Tage eine uneingeschränkte Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu garantieren und binnen 30 Tagen in der Meerenge verlegte Minen zu entfernen. Im Gegenzug wollten die USA ihre Blockade iranischer Häfen aufgeben, hieß es.

Seit Beginn des Krieges blockiert der Iran die Meerenge, durch die bis dahin rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls transportiert worden war. Dies ließ die Öl- und Spritpreise in die Höhe schießen.

Laut "Axios" soll gemäß der Übereinkunft erstmals seit Kriegsbeginn auch vertieft über das iranische Atomprogramm verhandelt werden. In iranischen Medien hieß es, dabei solle es darum gehen, was mit dem hoch angereicherten Uran geschehen soll. Trump hatte mehrfach erklärt, die USA wollten es unter ihre Kontrolle bringen. Ein solches Ansinnen hatte der Vorsitzende des iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Ebrahim Asisi, mehrfach ausgeschlossen.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld der iranischen Verhandlungsdelegation hingegen, eine Einigung in den Gesprächen mit den USA sei noch nicht erreicht. Die Arbeit an dem Text sei noch nicht abgeschlossen. Im Falle einer Einigung würde der Vermittler Pakistan informiert. In iranischen Medien wurde zudem darauf verwiesen, dass eine Einigung nicht einseitig von Trump verkündet werden könne, sondern von Teheran bestätigt werden müsse.

US-Vizepräsident Vance sagte über die Gespräche: "Es geht im Moment hin und her wegen einiger sprachlicher Details." Er hoffe, dass es weitere Fortschritte gebe und dass Präsident Trump "in der Lage sein wird, das Abkommen zu billigen". So weit sei es aber noch nicht, fügte Vance hinzu. "Es ist schwer vorherzusagen, wann genau oder ob der Präsident unterschreiben wird."

Zu den wichtigsten Forderungen Teherans gehört es, Garantien dafür zu erhalten, dass Washington ein mögliches Abkommen einhalten wird, nachdem sich die USA in Trumps erster Amtszeit aus dem internationalen Atomabkommen von 2015 zurückgezogen hatten. Laut iranischen Medienberichten fordert Teheran, ein Abkommen durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrats zu bestätigen.

Der mögliche Fortschritt in den Verhandlungen sorgte für Kurszuwächse an den Börsen in Asien. Die Ölpreise gaben leicht nach. Der Krieg hatte Ende Februar mit Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Als Reaktion griff Teheran Ziele in Israel und in Nachbarstaaten in der Region an.

(V.Sørensen--DTZ)

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