Deutsche Tageszeitung - CSU-Vize Weber dringt auf Neuausrichtung der Partei

CSU-Vize Weber dringt auf Neuausrichtung der Partei


CSU-Vize Weber dringt auf Neuausrichtung der Partei
CSU-Vize Weber dringt auf Neuausrichtung der Partei / Foto: © AFP

Der stellvertretende CSU-Chef Manfred Weber dringt auf eine Neuausrichtung seiner Partei. "Wir brauchen den Mut, nicht den Umfragewerten zu folgen, sondern dem Herzen", sagte Weber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Auf die Frage, ob er Parteichef Markus Söder stürzen wolle, sagte Weber: "Mir geht es darum, in der Partei eine Debatte anzustoßen, die notwendig ist."

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"Die Menschen wollen spüren, dass die Volksparteien für etwas brennen", sagte Weber, der auch Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei im Europaparlament ist. Um den Höhenflug der AfD zu beenden, reiche nicht allein gutes Regieren. "Wenn es uns nicht gelingt, eine Perspektive für morgen aufzubauen, werden wir Schwierigkeiten haben, den Populismus zu stoppen."

Bei der jüngsten Kommunalwahl in Bayern habe die CSU unter Ministerpräsident Söder "leider ein durchwachsenes Ergebnis erzielt", kritisierte Weber. "Die Wähler haben uns gezeigt, dass wir mehr tun müssen." Neben der Lösung von Problemen sei auch "eine Idee von morgen" wichtig. "Dies fehlt ein Stück weit gerade."

Eigene Ambitionen auf den Parteivorsitz wollte Weber nicht bestätigen. "Ich will eine inhaltliche Debatte erzeugen - keine Personaldebatte, und ich bekomme von der Parteibasis viel Ermutigung, diese Debatte gerade jetzt nach den Kommunalwahlen zu führen." Er habe dabei eine Bitte, sagte der CSU-Vize: "Nicht jede inhaltliche Debatte gleich mit einer Personaldebatte zu ersticken. Das killt jede Kreativität in Parteien." Mit Söder sei er "im Austausch".

(U.Kabuchyn--DTZ)

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