Deutsche Tageszeitung - Behörden: Ukrainische Drohnen treffen St. Petersburg vor Eröffnung von Wirtschaftsforum

Behörden: Ukrainische Drohnen treffen St. Petersburg vor Eröffnung von Wirtschaftsforum


Behörden: Ukrainische Drohnen treffen St. Petersburg vor Eröffnung von Wirtschaftsforum
Behörden: Ukrainische Drohnen treffen St. Petersburg vor Eröffnung von Wirtschaftsforum / Foto: © AFP/Archiv

Kurz vor der Eröffnung des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg sind nach russischen und ukrainischen Angaben Energie- und Militäranlagen in der russischen Stadt mit Drohnen angegriffen worden. "Mehrere" Infrastruktureinrichtungen seien am Mittwoch beschädigt worden, dabei sei jedoch niemand getötet worden, teilte der Gouverneur der Stadt, Alexander Beglow, mit.

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Kiew zufolge zielten die Angriffe darauf ab, das mehrtägige Wirtschaftsforum zu stören, an dem unter anderem der russische Präsident Wladimir Putin teilnehmen soll. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden das Ölterminal von St. Petersburg sowie der Militärstützpunkt Kronstadt getroffen. Selenskyj veröffentlichte in Onlinediensten ein Video mit Bildern von einem brennenden Öllager. Der größte Flughafen von St. Petersburg stellte wegen der Angriffe für mehrere Stunden seinen Betrieb ein.

Die Angriffe waren die jüngsten in einer Reihe von Vergeltungsattacken, die Kiew als "Langstrecken-Sanktionen" bezeichnet. "Der ukrainische Plan für Langstrecken-Sanktionen wird genau so umgesetzt, wie es nötig ist, um den Frieden näherzubringen", erklärte Selenskyj.

Ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, Serhij Sternenko, veröffentlichte in Onlinediensten ein Video von Delegierten, die zum Wirtschaftsforum gehen, während im Hintergrund Rauch zu sehen ist. "Das Petersburger Forum eröffnet mit einer hübschen schwarzen Rauchfahne im Hintergrund nach ukrainischen Angriffen", schrieb er dazu.

Insgesamt werden rund 20.000 Besucher aus 130 Ländern zu dem Treffen erwartet. Das St. Petersburg International Economic Forum (SPIEF) wird seit 1997 jährlich von der russischen Regierung veranstaltet. Nach eigener Darstellung ist es eine Plattform für den "Dialog zwischen Geschäftskreisen aus Russland, aufstrebenden Märkten und der ganzen Welt".

Aus Deutschland reisen auch zwei Bundestagsabgeordnete der in Teilen als rechtsextrem eingestuften AfD nach St. Petersburg, Markus Frohnmaier und Steffen Kotré. Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion sagte, es sei sinnvoll, Kontakte mit allen Seiten zu pflegen sowie Gesprächskanäle offenzuhalten.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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