Deutsche Tageszeitung - Gesundheitsministerium: 63 Verletzte bei iranischem Angriff auf Flughafen von Kuwait

Gesundheitsministerium: 63 Verletzte bei iranischem Angriff auf Flughafen von Kuwait


Gesundheitsministerium: 63 Verletzte bei iranischem Angriff auf Flughafen von Kuwait
Gesundheitsministerium: 63 Verletzte bei iranischem Angriff auf Flughafen von Kuwait / Foto: © AFP/Archiv

Bei dem jüngsten iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait sind nach kuwaitischen Angaben 63 Menschen verletzt worden. Die Menschen seien teilweise mit "schweren Verletzungen, darunter Kopfverletzungen, Hirnblutungen, Amputationen und Verletzungen infolge von Explosionen" in Krankenhäuser gebracht worden, erklärte ein Sprecher des kuwaitischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch. Bei dem Angriff wurde nach Angaben aus Kreisen des Flughafens zudem ein Inder getötet.

Textgröße ändern:

Zuvor hatte bereits das kuwaitische Außenministerium gemeldet, bei den iranischen Angriffen auf Kuwait sei ein Mensch getötet worden, ohne weitere Details zu nennen. Das Ministerium verurteilte die Angriffe, bei denen "erneut wichtige und zivile Infrastruktur" wie der internationale Flughafen beschädigt worden seien. Die Angriffe hätten auch Schäden an diplomatische Vertretungen verursacht.

Zuvor hatten bereits das kuwaitische Verteidigungsministerium und die Armee des Golfstaates einen iranischen Drohnenangriff auf den Flughafen gemeldet. Dieser habe "erhebliche materielle Schäden" am Flughafen verursacht.

Die iranischen Revolutionsgarden reklamierten die Angriffe auf Kuwait und auf den Golfstaat Bahrain für sich. Diese seien als Reaktion auf US-Angriffe auf einen iranischen Öltanker und die Insel Keschm ausgeführt worden. "Als Antwort auf diese Aggression wurden der Ali-al-Salem-Luftwaffenstützpunkt in Kuwait, auf dem Hubschrauber stationiert sind, sowie das Hauptquartier der Fünften US-Flotte in Bahrain von den Streitkräften der Revolutionsgarden mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen", erklärten die Revolutionsgarden im Onlinedienst Telegram.

Das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom hatte angegeben, der Iran habe in der Nacht zum Mittwoch unter anderem Kuwait angegriffen. Die USA wehrten nach eigenen Angaben mehrere Angriffe Teherans auf Nachbarstaaten ab und nahmen ihrerseits iranische Ziele ins Visier.

Die USA und Israel hatten Ende Februar mit Luftangriffen auf die Islamische Republik den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Auch das ölreiche Kuwait, ein Verbündeter der USA, wurde wiederholt angegriffen.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

G20-Treffen: Klingbeil irritiert über Teilnahme Russlands - Weißes Haus verteidigt Einladung

Erstmals seit gut vier Jahren haben die USA Russland die Teilnahme an einem G20-Finanzministertreffen ermöglicht und damit Protest bei Deutschland und anderen europäischen Partnern hervorgerufen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) äußerte sich am Montag am Rande der Beratungen in Asheville im US-Bundesstaat North Carolina irritiert über das US-Vorgehen. Er habe zusammen mit anderen Europäern ein Foto mit dem russischen Finanzminister Anton Siluanow boykottiert, sagte Klingbeil.

Dänemark eröffnet Botschaft in Damaskus wieder

Dänemark hat seine Botschaft in Syrien wieder eröffnet. Die Zeremonie fand im Beisein des dänischen Außenministers Lars Lökke Rasmussen und seines syrischen Kollegen Assaad al-Schaibani statt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Montag. Wegen des syrischen Bürgerkriegs war die Botschaft 14 Jahre lang geschlossen gewesen.

Früherer französischer Premierminister Édouard Balladur gestorben

Der frühere französische Premierminister Édouard Balladur ist tot. Wie seine Familie der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, starb Balladur am Montag im Alter von 97 Jahren in Paris. Für ihn werde eine Trauermesse "im engsten Familienkreis" abgehalten. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

Türkei offen für Beitritte anderer Länder zu Verteidigungspakt mit Pakistan und Saudi-Arabien

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat sich offen für den Beitritt anderer Länder zum neuen Verteidigungspakt mit Pakistan und Saudi-Arabien gezeigt. "Das Bündnis richtet sich gegen keinen Staat und andere Länder in unserer Region können ihm beitreten, wenn sie unsere Grundprinzipien wahren", sagte Fidan nach dem ersten Ministertreffen des Militärbündnisses am Montag in Istanbul auf die Frage, ob zum Beispiel Ägypten beitreten könne.

Textgröße ändern: