Deutsche Tageszeitung - Mehr als 30 Medien wollen Plündern ihrer Inhalte durch KI verhindern

Mehr als 30 Medien wollen Plündern ihrer Inhalte durch KI verhindern


Mehr als 30 Medien wollen Plündern ihrer Inhalte durch KI verhindern
Mehr als 30 Medien wollen Plündern ihrer Inhalte durch KI verhindern / Foto: © AFP/Archiv

Mehr als 30 Medien wollen gemeinsam das Plündern ihrer Inhalte durch Künstliche Intelligenz verhindern. Ziel sei es, "Standards zu entwickeln, um geistiges Eigentum zu schützen und KI-Entwickler zu flexiblen und nachhaltigen Lizenzmodellen zu bringen", betonte Anna Bateson, Chefin der britischen Guardian Media Group, am Mittwoch in Marseille. Etwa 30 Medien schlossen sich auf einem Kongress für Nachrichtenmedien der im Februar gegründeten Initiative an.

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Zu den Gründungsmitgliedern zählen überwiegend englischsprachige Sender und Zeitungen, unter ihnen BBC und "Financial Times". Neu hinzugekommen sind mehrere kanadische Medien, die französische Sipa-Ouest-France-Gruppe, das Schweizer Medienunternehmen Ringier und die österreichische Zeitung "Der Standard". Deutsche Medien wurden nicht genannt.

Die Initiative namens SPUR (Standards for Publishers Usage Rights) hat bereits ein Modell entwickelt, mit dessen Hilfe Medien live verfolgen können, inwiefern ihre Inhalte von KI-Anbietern genutzt werden.

Der Herausgeber der US-Tageszeitung "New York Times", Arthur Gregg Sulzberger, hatte auf dem Kongress in Marseille den "unverschämten Diebstahl geistigen Eigentums" durch KI angeprangert. Tech-Unternehmen "bedienen sich frech an den Websites von Medien, ohne um Erlaubnis zu bitten oder dafür zu zahlen", sagte er. Die Medienbranche sei angesichts der KI-Revolution "zu still, zu passiv und zu zersplittert".

Derzeit laufen Klagen des "New York Times"-Medienkonzerns gegen den ChatGPT-Entwickler OpenAI und gegen die KI-Firma Perplexity AI. Mit einer ähnlichen Klage geht das Medienunternehmen gegen Microsoft vor. Dagegen hatte zum Beispiel der Axel-Springer-Verlag mit OpenAI eine Einigung erzielt. Die Nachrichtenagentur AFP arbeitet mit dem französischen KI-Unternehmen Mistral zusammen.

(Y.Leyard--DTZ)

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