Deutsche Tageszeitung - Ermittlungen wegen Steuerdelikt: Banaszak räumt Fehler ein

Ermittlungen wegen Steuerdelikt: Banaszak räumt Fehler ein


Ermittlungen wegen Steuerdelikt: Banaszak räumt Fehler ein
Ermittlungen wegen Steuerdelikt: Banaszak räumt Fehler ein / Foto: © AFP/Archiv

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat in einer Steuerangelegenheit Ermittlungen gegen den Grünen-Vorsitzenden Felix Banaszak aufgenommen. Banaszak machte die Angelegenheit am Mittwoch selbst öffentlich: Er habe seit 2022 zu wenig Zweitwohnsitzsteuer abgeführt, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Der Grünen-Chef sprach von einem Fehler, den er bedaure. Die ausstehenden Zahlungen werde er unverzüglich nachholen.

Textgröße ändern:

"Nach mehreren Umzügen innerhalb Berlins habe ich versäumt, die Zweitwohnsitzsteuermeldung zu aktualisieren", erklärte Banaszak. "Dadurch habe ich seit 2022 zu wenig Zweitwohnsitzsteuer - entsprechend der Miete der früheren Wohnung - abgeführt." Deshalb habe die Staatsanwaltschaft Ermittlungen in dieser Sache aufgenommen.

Banaszak zeigte sich zerknirscht. "Wer öffentliche Verantwortung trägt, muss die eigenen Angelegenheiten in Ordnung halten", erklärte der Bundestagsabgeordnete aus Duisburg. "Das habe ich nicht ausreichend getan und bedaure diesen Fehler ausdrücklich."

Er werde "alles unverzüglich nachzahlen, sobald die Nachforderungen festgesetzt sind", kündigte Banaszak an. "Ich kooperiere vollumfänglich bei der Klärung und habe alle erforderlichen Angaben und Unterlagen unverzüglich über meinen Rechtsanwalt nachgereicht."

Wer in Berlin eine Zweitwohnung unterhält, muss dafür Steuern zahlen. Sie beträgt 20 Prozent der Nettokaltmiete. Auch Eigentumswohnungen werden in entsprechender Höhe besteuert.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Pakistan: USA und der Iran verständigen sich auf Endfassung von Friedensvereinbarung

Die USA und der Iran haben sich nach Angaben des Vermittlers Pakistan auf die abschließende Fassung einer Friedensvereinbarung geeinigt. "Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, einvernehmlich abgestimmter Text des Friedensabkommens vorliegt", erklärte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif am Freitag. Ein US-Regierungsvertreter sagte, Washington gehe zu "80 bis 85 Prozent" davon aus, dass in den kommenden Tagen ein Friedensabkommen mit dem Iran unterzeichnet werde.

Rekord-Börsengang von SpaceX macht Musk zum ersten Billionär

Raketenstart für Elon Musk in New York: Sein Raumfahrtkonzern SpaceX hat mit dem Börsengang alle bisherigen in den Schatten gestellt und Musk zum ersten Billionär der Welt gemacht. Der Wert der SpaceX-Aktie schoss am Freitag in New York zwischenzeitlich um mehr als 30 Prozent auf 175 Dollar (152 Euro) nach oben. Der Konzern schreibe damit "Geschichte", hatte SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell zu Handelsbeginn vorausgesagt.

Pakistan: USA und der Iran einigen sich auf Endfassung von Friedensvereinbarung

Die USA und der Iran haben sich nach Angaben des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif auf die finale Fassung einer Friedensvereinbarung geeinigt. "Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, einvernehmlich abgestimmter Text des Friedensabkommens vorliegt", erklärte Sharif am Freitag im Onlinedienst X. Pakistan arbeite nun "eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte abzuschließen", fügte er hinzu.

Putin: Ukraine will Russen mit Drohnenangriffen "spalten"

Der russische Präsident Wladimir Putin hat der Ukraine vorgeworfen, sein Land mit den zunehmenden Drohnenangriffen "spalten" zu wollen. Außerdem wolle Kiew damit "Verwirrung stiften und wirtschaftlichen Schaden anrichten", sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit russischen Soldaten im Kreml. "Aber es wird ihnen nicht gelingen", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: