Deutsche Tageszeitung - Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition

Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition


Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition
Tödlicher Schießunfall bei GSG9-Training: Beamter vertauschte offenbar Munition / Foto: © AFP/Archiv

Ein tödlicher Zwischenfall bei einem Schießtraining der Bundespolizeispezialeinheit GSG9 bei Putlos in Schleswig-Holstein ist nach Ermittlerangaben durch vertauschte Munition verursacht worden. Ein Beamter der GSG9 habe mutmaßlich beim Laden einer Waffe Übungspatronen mit scharfer Munition verwechselt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Lübeck am Donnerstag mit. Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

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Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge gab der Beamte, der die Munition vertauschte, im Rahmen einer Übung anschließend selbst den tödlichen Schuss auf eine weitere Einsatzkraft seiner Einheit ab. Der Getroffene starb trotz sofort eingeleiteter Rettungsbemühungen noch am Ort des Geschehens, wie es am Donnerstag hieß. Die Übung hatte am 11. Mai auf dem Bundeswehrübungsplatz Putlos bei Oldenburg in Holstein stattgefunden.

Nach dem Vorfall äußerte sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) "zutiefst erschüttert" über den Tod des Beamten. Die GSG9 ist die Spezialeinheit der Bundespolizei. Sie kommt bei der Bekämpfung von schwerster Kriminalität zum Einsatz - etwa bei Geiselnahmen, Anschlägen oder besonders riskanten Razzien. Jährlich absolviert sie laut Bundespolizei etwa 50 bis 60 Einsätze.

(P.Tomczyk--DTZ)

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