Deutsche Tageszeitung - USA erhöhen Druck auf Kuba: Neue Wirtschaftssanktionen gegen Führung in Havanna

USA erhöhen Druck auf Kuba: Neue Wirtschaftssanktionen gegen Führung in Havanna


USA erhöhen Druck auf Kuba: Neue Wirtschaftssanktionen gegen Führung in Havanna
USA erhöhen Druck auf Kuba: Neue Wirtschaftssanktionen gegen Führung in Havanna / Foto: © AFP/Archiv

Die USA haben den Druck auf Kuba nochmals erhöht: Die Regierung in Washington erließ am Donnerstag Wirtschaftssanktionen gegen den kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel und mehrere Mitglieder der Familie von Ex-Präsident Raúl Castro. Die neuen Strafmaßnahmen wurden inmitten seit Monaten anhaltender Spannungen zwischen Washington und Havanna verhängt.

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Gegen Präsident Díaz-Canel hatte im Juli vergangenen Jahres bereits das US-Außenministerium Sanktionen verhängt. Von den nun erlassenen Wirtschaftssanktionen des Finanzministeriums sind neben ihm auch seine Frau und sein Stiefsohn betroffen. Außerdem wurden der Sohn und einer der Enkel von Raúl Castro belangt.

Raúl Castro ist der Bruder des einstigen Revolutionsführers Fidel Castro. Der 95-Jährige hat zwar kein offizielles Amt mehr inne, spielt aber weiterhin eine zentrale Rolle bei Entscheidungen in dem kommunistischen Inselstaat. Erst im vergangenen Monat hatten die USA Raúl Castro angeklagt. Sie werfen dem kubanischen Ex-Präsidenten vor, für den Abschusses zweier Zivilflugzeuge im Jahr 1996 mit vier Toten verantwortlich zu sein.

Washington erhöht seit Monaten kontinuierlich den Druck auf Havanna. Kubanische Regierungsvertreter warfen Washington vor, einen Vorwand für einen militärischen Angriff gegen die kommunistisch regierte Insel zu suchen. US-Präsident Donald Trump drohte bereits mehrmals damit, "die Kontrolle" über das kommunistische Land zu übernehmen.

Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernte Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo. Derzeit steckt Kuba in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, das Land leidet unter Stromausfällen und Treibstoffmangel.

Das US-Militär hatte im Januar den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen und in die USA gebracht. Anschließend sorgte Washington dafür, dass Venezuela als der bis dahin wichtigste Öllieferant Kubas seine Lieferungen an den Karibikstaat einstellte. Dies verschärfte die Lage in dem Land nochmals drastisch.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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