Deutsche Tageszeitung - D-Day-Gedenken: Hegseth verlangt von Europäern Ausbau ihrer Verteidigungsfähigkeiten

D-Day-Gedenken: Hegseth verlangt von Europäern Ausbau ihrer Verteidigungsfähigkeiten


D-Day-Gedenken: Hegseth verlangt von Europäern Ausbau ihrer Verteidigungsfähigkeiten
D-Day-Gedenken: Hegseth verlangt von Europäern Ausbau ihrer Verteidigungsfähigkeiten / Foto: © AFP

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die europäischen Nato-Partner erneut zu einem Ausbau ihrer eigenen Verteidigungsfähigkeiten aufgerufen. "Amerika muss den Weg weisen, und das werden wir tun, aber unsere Verbündeten müssen Schulter an Schulter mit uns stehen", sagte Hegseth am Samstag anlässlich des 82. Jahrestags der Landung der Alliierten in der Normandie auf dem US-Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer.

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Seine Teilnahme an einer internationalen Gedenkfeier am Samstagnachmittag hatte der Pentagon-Chef kurzfristig abgesagt. Hegseth betonte in seiner Rede auf dem Soldatenfriedhof, dass "Frieden nur durch Stärke garantiert wird". Auf die Kriege im Iran, in der Ukraine oder anderen Regionen der Welt ging er nicht ein.

Über die Alliierten im Zweiten Weltkrieg sagte der US-Verteidigungsminister, damals habe jeder Partner "sein volles Maß an Fleiß, Mut und Opferbereitschaft" eingebracht. Damals habe es "keine hohlen Phrasen oder pompöse Gipfeltreffen" gegeben. Alle Verbündeten hätten "ihren Beitrag geleistet, jede Nation hat Opfer gebracht", sagte der Pentagonchef.

Hegseth ging in seiner Rede auch auf illegale Migration in EU-Staaten und die Frage ein, ob diese genügend dagegen unternähmen. "Leider werden heute verschiedene europäische Strände von verschiedenen gefährlichen Ideologien gestürmt: An den Stränden Spaniens, Italiens, Griechenlands und Bulgariens landen Boote und Menschen", sagte der US-Minister. Die Frage sei, ob die europäischen Regierungen "gegen diese Invasion vorgehen oder ob es schon zu spät ist".

Zum 82. Jahrestag des D-Day sollte am Samstagnachmittag in Langrune-sur-Mer eine internationale Gedenkfeier stattfinden, an der unter anderen Frankreichs Regierungschef Sébastien Lecornu und der britische Verteidigungsminister John Healey teilnehmen wollten. Die Landung in der Normandie, an der knapp 7000 Schiffe und gut 132.000 Soldaten beteiligt waren, eröffnete im Westen eine zweite Front gegen die Wehrmacht und trug entscheidend zum Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg bei.

(A.Nikiforov--DTZ)

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