Deutsche Tageszeitung - Trump kündigt Vergeltung gegen den Iran nach Hubschrauber-Abschuss an

Trump kündigt Vergeltung gegen den Iran nach Hubschrauber-Abschuss an


Trump kündigt Vergeltung gegen den Iran nach Hubschrauber-Abschuss an
Trump kündigt Vergeltung gegen den Iran nach Hubschrauber-Abschuss an / Foto: © AFP

Im Konflikt mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump Vergeltung wegen des Abschusses eines US-Kampfhubschraubers angekündigt. Er sei darüber informiert worden, "dass die Iraner vergangene Nacht einen unserer hochmodernen Apache-Hubschrauber abgeschossen haben während einer Patrouille in der Straße von Hormus", erklärte Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Piloten seien zwar unverletzt geblieben, aber die Vereinigten Staaten "müssen gezwungenermaßen auf diesen Angriff reagieren", fügte der US-Präsident hinzu.

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Der Apache-Hubschrauber ist eine Maschine mit einer Zweier-Besatzung sowie einer Maschinenkanone. Er kann auch mit anderen Waffen wie etwa Hellfire-Raketen ausgerüstet werden.

Vor Trumps Erklärung hatte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom erklärt, dass zwei US-Soldaten eines Apache AH-64 nach dem Absturz ihres Hubschraubers nahe der Küste des Oman gerettet worden seien. "Die Soldaten wurden binnen etwa zwei Stunden sicher gerettet und befinden sich in einem stabilen Zustand", erklärte Centcom im Onlinedienst X. Bei dem Rettungseinsatz kam demnach eine See-Drohne zum Einsatz.

Es handelt sich um den zweiten Abschuss einer bemannten US-Militärmaschine durch den Iran, den die US-Regierung bestätigte. Im April war ein US-Kampfjet vom Typ F-15 abgeschossen worden. Auch hier wurden beide Piloten gerettet, davon einer in einer besonders spektakulären Rettungsaktion.

Wenige Stunden vor seiner Erklärung zu dem Apache-Abschuss hatte Trump in der Nacht zu Dienstag noch verkündet, dass ein Friedensabkommen mit Teheran in greifbare Nähe gerückt sei. "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagte er und stellte einen Abschluss der Verhandlungen in den kommenden "zwei oder drei Tagen" in Aussicht.

Am Sonntagabend hatte der Iran allerdings erstmals seit Inkrafttreten einer brüchigen Waffenruhe Anfang April wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Als Grund gaben die iranischen Revolutionsgarden israelische Luftangriffe auf Viertel der libanesischen Hauptstadt Beirut an, die als Hochburgen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz gelten.

Als Reaktion nahm auch Israel die Angriffe auf Ziele im Iran wieder auf. Im Verlauf des Montags verkündeten Israel und der Iran dann die vorläufige Einstellung der Kampfhandlungen. Beide Seiten drohten jedoch mit einer Wiederaufnahme der Kämpfe, sollte die jeweils andere Seite erneut angreifen. Teheran warnte Israel ausdrücklich vor weiteren Angriffen auf Ziele im Süden des Libanon.

Trump hatte den Iran und Israel zuvor aufgefordert, ihre gegenseitigen Angriffe umgehend einzustellen. "Die abschließenden Verhandlungen über 'Frieden' laufen, vorbehaltlich der Ignoranz oder Dummheit, die ihnen in die Quere kommen könnte", erklärte der US-Präsident am Montag. Die indirekten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein dauerhaftes Ende des Krieges waren zuletzt ins Stocken geraten.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Seit dem 8. April gilt eine brüchige Waffenruhe. Der Konflikt hat die Öl- und Spritpreise in aller Welt in die Höhe schießen lassen.

(P.Hansen--DTZ)

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