Deutsche Tageszeitung - Putin: Ukraine will Russen mit Drohnenangriffen "spalten"

Putin: Ukraine will Russen mit Drohnenangriffen "spalten"


Putin: Ukraine will Russen mit Drohnenangriffen "spalten"
Putin: Ukraine will Russen mit Drohnenangriffen "spalten" / Foto: © POOL/AFP

Der russische Präsident Wladimir Putin hat der Ukraine vorgeworfen, sein Land mit den zunehmenden Drohnenangriffen "spalten" zu wollen. Außerdem wolle Kiew damit "Verwirrung stiften und wirtschaftlichen Schaden anrichten", sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit russischen Soldaten im Kreml. "Aber es wird ihnen nicht gelingen", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Zuvor hatte die ukrainische Armee erklärt, mehrere Ziele in Russland attackiert zu haben, die weit von der Ukraine entfernt liegen, darunter eine Ölraffinerie in der Region Tatarstan. Russischen Angaben zufolge wurde bei Drohnenangriffen in Tatarstan ein Wohngebäude in der Industriestadt Nischnekamsk getroffen. Dabei seien vier Menschen verletzt worden, teilte der dortige Bürgermeister Radmir Beljajew im Onlinedienst Telegram mit.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte unterdessen, dass am Freitag etwa ein Dutzend Drohnen in der Hauptstadtregion abgefangen worden seien.

Putin räumte ein, dass die ukrainischen Luftangriffe der jüngsten Zeit "wirtschaftlichen Schaden" verursacht hätten. Die betroffenen Einrichtungen hätten aber "schnell wiederhergestellt" werden können. Ferner forderte der Kreml-Chef, dass die Luftabwehr in Moskau verstärkt werden müsse.

Die Ukraine hatte in den vergangenen Monaten ihre Drohnenangriffe immer tiefer in das russische Staatsgebiet ausgeweitet und dabei unter anderem Ölraffinerien und Häfen beschossen. Kiew rechtfertigt die Angriffe als Vergeltung für den andauernden Beschuss der Ukraine durch die russische Armee.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

47,9 Millionen Wähler: Neuer Rekord bei vorzeitiger Stimmabgabe für Midterms

Vier Tage vor den US-Kongresswahlen haben so viele Wahlberechtigte vorzeitig ihre Stimme abgegeben wie noch nie bei den sogenannten Midterms: Gut 47,9 Millionen Menschen nutzten bis Freitagmittag (Ortszeit) die Möglichkeit der Stimmabgabe vor der eigentlichen Wahl am Dienstag, wie Zahlen der Universität Florida zeigten. Damit wurde der bisherige Höchstwert für eine Zwischenwahl von rund 45,9 Millionen vorzeitig abgegebenen Stimmen von 2022 noch übertroffen.

Berliner Politik erinnert an deutsch-türkisches Anwerbeabkommen vor 65 Jahren

Mit einem Festakt im Roten Rathaus hat die Berliner Politik am Freitag an die Unterzeichnung des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens vor 65 Jahren erinnert. Damit werde die Lebensleistung der ersten Einwanderergeneration gewürdigt, die Berlin bis heute wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell präge, teilten Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Integrationssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) gemeinsam vorab mit.

Feuerpause in Oleschky: Einwohner fliehen aus besetzter ukrainischer Stadt

Im Süden der Ukraine haben Einwohner von Oleschky eine örtlich begrenzte Waffenruhe genutzt und sind aus der russisch besetzten Stadt geflohen. Die ukrainische Delegation sei mit zur Flucht bereiten Bewohnern auf dem Weg ins russische Anapa, teilte der ukrainische Unterhändler David Arachamia am Freitag im Onlinedienst Telegram mit. Moskau erklärte, der Einsatz sei "ohne Zwischenfälle" abgeschlossen worden. Zur Zahl der Geflüchteten machten beide Seiten keine Angaben.

Frankreichs Behörden befürchten bei Protesten erneut massive Randale

Die französischen Behörden befürchten bei den neuen Protesten am Samstag teilweise Randale wie bei den schweren Ausschreitungen vor zwei Wochen. "Vorfälle städtischer Gewalt vergleichbar mit jenen am 17. Oktober werden den ganzen Tag über und nach Einbruch der Dunkelheit erwartet", hieß es am Freitag aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez. Zu befürchten seien unter anderem Sachbeschädigungen und Plünderungen. Der Samstag werde als "Hochrisiko"-Tag eingestuft.

Textgröße ändern: