Deutsche Tageszeitung - FDP in Schleswig-Holstein kürt Landeschef Vogt zu Spitzenkandidat

FDP in Schleswig-Holstein kürt Landeschef Vogt zu Spitzenkandidat


FDP in Schleswig-Holstein kürt Landeschef Vogt zu Spitzenkandidat
FDP in Schleswig-Holstein kürt Landeschef Vogt zu Spitzenkandidat / Foto: © AFP/Archiv

Rund zehn Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat die FDP ihren Landeschef Christopher Vogt zum Spitzenkandidaten gekürt. Ein Parteitag wählte den 42-Jährigen am Samstag in Neumünster auf Platz eins der Landesliste, wie die FDP mitteilte. Der Parteivorstand hatte Vogt im April nominiert. Er ist seit 2017 Fraktionschef der Liberalen im Landtag, seit 2024 ist er zusätzlich auch deren Landesvorsitzender.

Textgröße ändern:

In Schleswig-Holstein wird am 18. April 2027 ein neuer Landtag gewählt, die FDP ist derzeit mit fünf Abgeordneten im Landesparlament vertreten. In einer Umfrage vom April lag die Partei bei vier Prozent, neuere Befragungen gibt es nicht. In dem Bundesland regiert derzeit die CDU von Ministerpräsident Daniel Günther in einer Koalition mit den Grünen.

In der Umfrage vom April lag die CDU mit 33 Prozent deutlich vor den zweitplatzierten Grünen, die auf 19 Prozent kamen. Die AfD erreichte 15 Prozent, die SPD zwölf Prozent und die Linke sechs Prozent. Der Südschleswigsche Wählerverband lag in der Befragung für den Norddeutschen Rundfunk bei fünf Prozent. Er ist als Minderheitenpartei von der Fünfprozenthürde befreit.

Auch SPD und Grüne haben bereits ihr Spitzenpersonal für die Wahl nominiert. Bei der SPD setzte sich der frühere Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer im vergangenen November in einem Mitgliedsentscheid durch. Die Führungsgremien der schleswig-holsteinischen Grünen sprachen sich vor etwa zwei Wochen für Landessozialministerin Aminata Touré als ihre Spitzenkandidatin aus. Listenparteitage fanden aber noch nicht statt.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

47,9 Millionen Wähler: Neuer Rekord bei vorzeitiger Stimmabgabe für Midterms

Vier Tage vor den US-Kongresswahlen haben so viele Wahlberechtigte vorzeitig ihre Stimme abgegeben wie noch nie bei den sogenannten Midterms: Gut 47,9 Millionen Menschen nutzten bis Freitagmittag (Ortszeit) die Möglichkeit der Stimmabgabe vor der eigentlichen Wahl am Dienstag, wie Zahlen der Universität Florida zeigten. Damit wurde der bisherige Höchstwert für eine Zwischenwahl von rund 45,9 Millionen vorzeitig abgegebenen Stimmen von 2022 noch übertroffen.

Berliner Politik erinnert an deutsch-türkisches Anwerbeabkommen vor 65 Jahren

Mit einem Festakt im Roten Rathaus hat die Berliner Politik am Freitag an die Unterzeichnung des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens vor 65 Jahren erinnert. Damit werde die Lebensleistung der ersten Einwanderergeneration gewürdigt, die Berlin bis heute wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell präge, teilten Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Integrationssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) gemeinsam vorab mit.

Feuerpause in Oleschky: Einwohner fliehen aus besetzter ukrainischer Stadt

Im Süden der Ukraine haben Einwohner von Oleschky eine örtlich begrenzte Waffenruhe genutzt und sind aus der russisch besetzten Stadt geflohen. Die ukrainische Delegation sei mit zur Flucht bereiten Bewohnern auf dem Weg ins russische Anapa, teilte der ukrainische Unterhändler David Arachamia am Freitag im Onlinedienst Telegram mit. Moskau erklärte, der Einsatz sei "ohne Zwischenfälle" abgeschlossen worden. Zur Zahl der Geflüchteten machten beide Seiten keine Angaben.

Frankreichs Behörden befürchten bei Protesten erneut massive Randale

Die französischen Behörden befürchten bei den neuen Protesten am Samstag teilweise Randale wie bei den schweren Ausschreitungen vor zwei Wochen. "Vorfälle städtischer Gewalt vergleichbar mit jenen am 17. Oktober werden den ganzen Tag über und nach Einbruch der Dunkelheit erwartet", hieß es am Freitag aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez. Zu befürchten seien unter anderem Sachbeschädigungen und Plünderungen. Der Samstag werde als "Hochrisiko"-Tag eingestuft.

Textgröße ändern: