Deutsche Tageszeitung - Selenskyj will bei G7-Gipfel mit Trump über Ukraine-Krieg sprechen

Selenskyj will bei G7-Gipfel mit Trump über Ukraine-Krieg sprechen


Selenskyj will bei G7-Gipfel mit Trump über Ukraine-Krieg sprechen
Selenskyj will bei G7-Gipfel mit Trump über Ukraine-Krieg sprechen / Foto: © AFP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will am Rande des G7-Treffens im französischen Evian mit US-Präsident Donald Trump über die russische Invasion und die Bemühungen um eine Ende des Krieges sprechen. In einem Telefonat mit Trump am Sonntag, in dem er diesem zu seinem 80. Geburtstag gratulierte, habe er "über Maßnahmen gesprochen, die jetzt zum Frieden beitragen könnten", erklärte Selenskyj in Onlinediensten.

Textgröße ändern:

"Ich habe den Präsidenten über die jüngsten Entwicklungen an der Front informiert und darüber, wie sich unsere Position gefestigt hat", führte Selenskyj aus. "Wir haben vereinbart, dass wir uns bei unserem Treffen beim G7-Gipfel weiter darüber austauschen werden." Kiew habe "ein paar gute Ideen, die dazu beitragen könnten, Frieden zu schaffen und Menschenleben zu schützen", fügte er hinzu.

Die von den USA vermittelten Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs sind durch den Iran-Krieg in den Hintergrund geraten. Derzeit lassen die Erfolge der russischen Streitkräfte auf dem Schlachtfeld nach.

Die Staats- und Regierungschefs der sieben G7-Mitgliedstaaten werden am Montag in Evian zu Beratungen über die großen internationalen Krisen erwartet. Bei dem Gipfeltreffen geht es unter anderem um den Abbau globaler Ungleichgewichte, den Schutz Minderjähriger im digitalen Raum und um Lieferketten für seltene Erden.

Kurz nach Selenskyjs Erklärung gab der Kremls bekannt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin und Trump ein "freundliches und offenes" Telefonat geführt hätten. Im Mittelpunkt des Gesprächs habe die zwischen den USA und dem Iran ausgearbeitete Absichtserklärung über ein Ende des Krieges in der Golfregion gestanden, sagte Kreml-Berater Juri Uschakow vor Journalisten. Putin und Trump hätten vereinbart, dass Trumps Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner "bald" erneut nach Russland reisen sollten, ergänzte Uschakow.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Merz: Regierung hat Reaktion auf Drohnenvorfall in Leipzig weitgehend festgelegt

Die Bundesregierung hat ihre Reaktion auf den Vorfall mit der Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig weitgehend festgelegt. "Wir sind dabei, die Ermittlungen abzuschließen", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Sonntag im ARD-"Sommerinterview". "Wir haben eine weitgehende Einigung in der Bundesregierung, wie wir reagieren, und das werden wir in den nächsten Tagen auch klar zum Ausdruck bringen."

Merz warnt vor wirtschaftlichen Folgen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor den wirtschaftlichen Folgen einer AfD-geführten Regierung in Sachsen-Anhalt gewarnt. "Das Land wird erheblichen Schaden nehmen, wenn es so kommt, wie wir das jetzt befürchten müssen", sagte Merz am Sonntagabend im ARD-"Sommerinterview". Er warnte dabei konkret vor einem Rückzug internationaler Investoren.

Wütender Trump droht Journalistin mit "Bestrafung" durch Aufsichtsbehörde

Aus Unzufriedenheit mit der Berichterstattung über von ihm unterstützte Kandidaten für die Zwischenwahlen zum Kongress hat US-Präsident Donald Trump einer bekannten Fernsehjournalistin mit Bestrafung durch die Medienaufsicht gedroht. "Kristen Welker, die unbeliebte 'Moderatorin' der einstmals angesehenen Sendung 'Meet the Press'", habe behauptet, dass seine Unterstützung für republikanische Kandidaten "gemischte Ergebnisse" erzielt habe, schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Für diese "absichtliche Ungenauigkeit" werde die NBC-Reporterin bei der Medienaufsichtsbehörde FCC angezeigt, um "gerügt oder bestraft" zu werden.

Isländer stimmen mit knapper Mehrheit gegen EU-Beitrittsverhandlungen

Die Isländer wollen keine neuen Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union: Bei einer Volksabstimmung votierten sie mit knapper Mehrheit gegen eine Wiederaufnahme der 2013 abgebrochenen Gespräche. 52,8 Prozent der Bürger lehnten dem am Sonntag veröffentlichten Endergebnis zufolge neue Gespräche ab, die Befürworter lagen bei 47,2 Prozent. Regierungschefin Kristrun Frostadottir, die für neue Verhandlungen geworben hatte, sprach von einem "Sieg für die Demokratie". Die EU erklärte, sie respektiere die Entscheidung der Isländer.

Textgröße ändern: