Deutsche Tageszeitung - Argentinische Menschenrechtsaktivistin Taty Almeida mit 95 Jahren gestorben

Argentinische Menschenrechtsaktivistin Taty Almeida mit 95 Jahren gestorben


Argentinische Menschenrechtsaktivistin Taty Almeida mit 95 Jahren gestorben
Argentinische Menschenrechtsaktivistin Taty Almeida mit 95 Jahren gestorben / Foto: © AFP/Archiv

Die argentinische Menschenrechtsaktivistin Taty Almeida ist nach Angaben ihrer Organisation am Sonntag im Alter von 95 Jahren gestorben. "Heute hat uns unsere geliebte Taty Almeida verlassen", erklärte die Organisation im Onlinedienst Instagram. Almeida war eine Führungsfigur der Proteste gegen die argentinische Militärdiktatur von 1976 bis 1983. Sie lag in den vergangenen drei Wochen im Krankenhaus.

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Die Argentinierin war eines der prägenden Gesichter der sogenannten Mütter und Großmütter der Plaza de Mayo. Die Frauen demonstrierten während der Militärdiktatur Tag für Tag auf dem Platz in der Nähe des argentinischen Präsidentenpalastes in Buenos Aires für ihre Söhne, Ehemänner, und andere Menschen, die vom Regime verschleppt worden waren. Almeida und ihre Mitstreiterinnen wurden durch ihre weißen Kopftücher bekannt.

Almeida hatte sich einige Jahre nachdem ihr 20-jähriger Sohn Alejandro von rechtsextremen Paramilitärs entführt worden war den Demonstrantinnen angeschlossen. Sie sah ihren Sohn nie wieder und konnte seine sterblichen Überreste nie finden. Menschenrechtsaktivisten zufolge verschwanden während der argentinischen Militärdiktatur 30.000 Menschen.

(A.Nikiforov--DTZ)

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