Deutsche Tageszeitung - Selenskyj: Russische Drohnen verursachten Brand in Weltkulturerbe-Kathedrale in Kiew

Selenskyj: Russische Drohnen verursachten Brand in Weltkulturerbe-Kathedrale in Kiew


Selenskyj: Russische Drohnen verursachten Brand in Weltkulturerbe-Kathedrale in Kiew
Selenskyj: Russische Drohnen verursachten Brand in Weltkulturerbe-Kathedrale in Kiew / Foto: © UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat gezielte russische Drohnenangriffe für einen Brand in einer Unesco-Weltkulturerbestätte in Kiew verantwortlich gemacht. "Es wurde bestätigt, dass zwei russische Drohnen gezielt" den Bereich der ukrainischen Hauptstadt angegriffen hätten, in dem sich die Mariä-Entschlafens-Kathedrale befinde, erklärte Selenskyj am Montag in Onlinediensten.

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Im Zuge massiver russischer Angriffe auf mehrere Regionen der Ukraine waren in der Nacht mindestens elf Menschen getötet. Die Weltkulturerbe-Kathedrale im Bereich des berühmten Höhlenklosters von Kiew wurde dabei in Brand gesetzt und schwer beschädigt.

Die Unesco verurteilte den Angriff. Dieser habe "erhebliche Schäden am Äußeren und Inneren der Mariä-Entschlafens-Kathedrale verursacht", erklärte die UN-Organisation im Onlinedienst X. "Die Unesco verurteilt Angriffe auf Kulturgüter, Bildungseinrichtungen, Studierende, Lehrkräfte und Medienschaffende, die unter dem Schutz des Völkerrechts stehen."

Die russischen Streitkräfte hatten sich zuvor zwar zu "massiven Angriffen" auf ukrainische Militärstandorte in Kiew, Charkiw und Dnipro bekannt. Nach Aussage des Moskauer Verteidigungsministeriums sei der Komplex des Weltkulturerbes jedoch "von einer Rakete eines amerikanischen Patriot-Flugabwehrraketensystems getroffen" worden.

Ein Sprecher der Bundesregierung verurteilte die Angriffe am Montag "auf das Schärfste". Der erneute Angriff mit "einer erheblichen Zahl an Toten" zeige, "wie wenig ausgeprägt die Bereitschaft auf russischer Seite ist, irgendetwas in Richtung einer Beruhigung und einer Befriedung dieses Konflikts zu tun", sagte der Sprecher. Die Situation in der Ukraine stehe auch bei dem am Montag beginnenden G7-Gipfel in Genf auf der Agenda.

Moskau und Kiew hatten in den vergangenen Monaten die gegenseitigen Angriffe verstärkt. Bemühungen um eine Beendigung des seit mehr als vier Jahren andauernden Kriegs unter Vermittlung der USA stocken.

(P.Tomczyk--DTZ)

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