Deutsche Tageszeitung - Trump zu G7-Gipfel in Evian eingetroffen

Trump zu G7-Gipfel in Evian eingetroffen


Trump zu G7-Gipfel in Evian eingetroffen
Trump zu G7-Gipfel in Evian eingetroffen / Foto: © POOL/AFP

US-Präsident Donald Trump ist am Montag zum G7-Gipfel im französischen Evian eingetroffen. Trumps Airforce One landete auf dem Flughafen in Genf, von wo aus der Präsident per Hubschrauber in das 40 Kilometer entfernte Evian flog. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollte Trump zunächst zu einem Zweiergespräch treffen. Der Termin verzögerte sich aber, weil sich Macrons Treffen mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva länger hinzog als geplant.

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Macron kündigte an, er wolle das Gespräch mit Trump "respektvoll und standhaft" führen. Der US-Präsident hatte zuvor mit einem 100-Prozent-Zoll auf Wein und Champagner aus Frankreich gedroht. Die Strafzölle seien unvermeidbar, wenn Frankreich seine Digitalsteuer nicht zurücknehme, sagte der US-Präsident in einem Interview mit der "New York Post". Er brachte damit ein Thema wieder auf, das in Frankreich als abgeschlossen galt.

Die G7-Partner wollen mit Trump beim Abendessen zum Gipfelauftakt vor allem über das Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs sprechen, auf das sich die USA und der Iran am Sonntag geeinigt hatten. Das Abkommen soll am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden und die Grundlage für weitere Gespräche zwischen Washington und Teheran bilden.

Ein zentraler Streitpunkt bei den Verhandlungen der vergangenen Wochen war die für den weltweiten Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus. Der Iran hatte die Meerenge nach Beginn des Krieges mit den USA und Israel Ende Februar weitestgehend blockiert. Daraufhin stiegen die Ölpreise weltweit stark an. Der Iran führte zudem Gebühren für eine Durchfahrt von Schiffen ein.

Die USA pochen darauf, dass der Iran nach Wiedereröffnung der Straße von Hormus keine Gebühren erhebt. US-Vizepräsident JD Vance sagte am Montag im Sender CNBC, dies solle "langfristig" gelten. Details würden aber bei den "technischen Verhandlungen" nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens geklärt. Das iranische Außenministerium wiederum erklärte am Montag, es gehe nicht um Gebühren für eine Durchfahrt an sich, sondern um Gebühren für maritime Dienstleistungen.

(L.Møller--DTZ)

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