Deutsche Tageszeitung - Myanmars Machthaber Min Aung Hlaing zu Gesprächen in Peking

Myanmars Machthaber Min Aung Hlaing zu Gesprächen in Peking


Myanmars Machthaber Min Aung Hlaing zu Gesprächen in Peking
Myanmars Machthaber Min Aung Hlaing zu Gesprächen in Peking / Foto: © Myanmar's Presidential Press and Information Bureau/AFP

Der Machthaber des international weitgehend isolierten Myanmar ist in Peking zu Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammengetroffen. Nach Berichten des chinesischen Staatsfernsehens empfing Xi seinen myanmarischen Kollegen Min Aung Hlaing am Dienstag mit einer Zeremonie in der Großen Halle des Volkes.

Textgröße ändern:

Unter der Führung von Min Aung Hlaing hatte sich das Militär in Myanmar 2021 zurück an die Macht geputscht und die im Jahr zuvor mit großer Mehrheit gewählte Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. In einem von Menschenrechtsorganisationen als Schauprozess verurteilten Verfahren wurde Suu Kyi zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Militärputsch löste einen Bürgerkrieg aus, der bis heute andauert. Nach fünf Jahren Militärherrschaft hatte die Junta Ende vergangenen Jahres eine Parlamentswahl organisiert und diese als Rückkehr zur Demokratie dargestellt.

Bei der Ende Januar abgeschlossenen und von Oppositionellen massiv kritisierten Wahl hatte die juntanahe Partei USDP eine Mehrheit von mehr als 80 Prozent der Sitze erhalten. Das von der USDP dominierte Parlament hatte den bisherigen Junta-Chef Min Aung Hlaing anschließend zum Präsidenten gewählt. China hatte sich hinter die Wahl gestellt.

China hoffe, dass Min Aung Hlaings Besuch die "umfassende strategische Zusammenarbeit" zwischen beiden Ländern stärken werde, hatte das chinesische Außenministerium am Freitag erklärt. Peking ist ein wichtiger Rüstungslieferant für das myanmarische Militär. Zudem vermittelte China Waffenruhen mit zwei der wichtigsten Rebellengruppen in dem Nachbarland.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Nach fehlgeschlagener Hinrichtung: Christa Pike leidet unter ständigen Schmerzen

Die zum Tode verurteilte US-Bürgerin Christa Pike leidet nach ihrer fehlgeschlagenen Hinrichtung vor einem Monat nach eigenen Angaben unter ständigen Schmerzen. "Seit dieser Nacht gibt es keinen Moment, an dem ich nicht unter Schmerzen leide", erklärte die 50-Jährige am Freitag mit Blick auf die Zeit seit ihrem Aufwachen im Krankenhaus. "Mein Körper schmerzt. Meine Arme schmerzen. Meine Hände schmerzen. Mein Rachen schmerzt."

EU und Kanada wollen mit neuer Allianz "gemeinsam Krisen standhalten"

Vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zu den USA und China haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa in Kanada Premierminister Mark Carney getroffen, um eine neue Partnerschaft zu besiegeln. Beide Seiten wollten noch im Laufe des Freitags beim EU-Kanada-Gipfel in Montreal eine Reihe von Abkommen vorstellen, die Bereiche von strategisch wichtigen Rohstoffen bis zu Künstlicher Intelligenz abdecken.

G20-Außenministertreffen in Atlanta: Wadephul gegen Familienfoto mit Lawrow

Beim G20-Außenministertreffen in den USA sorgt die Einladung des russischen Chefdiplomaten Sergej Lawrow für Unmut. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte am Freitag am Rande der Gespräche in Atlanta im Bundesstaat Georgia, es werde wegen des Widerstands der Europäer voraussichtlich kein gemeinsames G20-Foto mit Lawrow geben. Er appellierte zugleich an Russland, sich mit der Ukraine an den Verhandlungstisch zu setzen.

Merz und Wadephul fordern Diplomatie statt neuer Angriffe auf Iran nach Midterms

Vor dem Hintergrund von Spekulationen über neue Angriffe auf den Iran nach den US-Kongresswahlen hat die Bundesregierung zu einer diplomatischen Lösung des Konfliktes aufgerufen. "Ich kann nur an alle Konfliktparteien appellieren: Dieser Konflikt lässt sich nicht militärisch lösen", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitag im südkoreanischen Seoul. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) warnte am Rande des G20-Außenministertreffens in der US-Großstadt Atlanta ebenfalls vor der Gefahr neuer Angriffe auf den Iran nach den Midterms am kommenden Dienstag.

Textgröße ändern: