Deutsche Tageszeitung - Schwesig lehnt Kopplung von Rentenbeginn an Lebensalter ab

Schwesig lehnt Kopplung von Rentenbeginn an Lebensalter ab


Schwesig lehnt Kopplung von Rentenbeginn an Lebensalter ab
Schwesig lehnt Kopplung von Rentenbeginn an Lebensalter ab / Foto: © AFP/Archiv

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat Forderungen nach einer Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung eine klare Absage erteilt. "Ich halte die Kopplung an Beitragsjahre für den gerechteren Weg", sagte Schwesig am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Wer früh ins Berufsleben starte, müsse auch früher in Rente gehen können.

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Schwesig warnte zudem vor Einschnitten bei ohnehin niedrigen Renten, insbesondere im Osten Deutschlands. "Ich werde keinen Vorschlägen zustimmen, die dazu führen, dass die Renten, die jetzt schon klein sind, mit durchschnittlich 1.300 Euro, (...) gekürzt werden" sagte die Ministerpräsidentin.

Auch eine generelle Anhebung des Renteneintrittsalters über 67 Jahre hinaus bezeichnete sie als "unrealistisch". Sinnvoll sei hingegen, im Rahmen einer strukturellen Reform künftig auch Beamtinnen und Beamte, Selbstständige und Politikerinnen und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, um deren Finanzierung gerechter zu organisieren.

In der Bundesregierung wird derzeit über eine umfassende Rentenreform beraten. Eckpunkte sollen Anfang Juli vereinbart werden. Grundlage sind Empfehlungen der von der Regierung dazu eingesetzten Kommission, die voraussichtlich kommende Woche vorgestellt werden.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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