Deutsche Tageszeitung - Zwei weitere Labour-Abgeordnete bringen sich für Starmer-Nachfolge ins Gespräch

Zwei weitere Labour-Abgeordnete bringen sich für Starmer-Nachfolge ins Gespräch


Zwei weitere Labour-Abgeordnete bringen sich für Starmer-Nachfolge ins Gespräch
Zwei weitere Labour-Abgeordnete bringen sich für Starmer-Nachfolge ins Gespräch / Foto: © AFP

Nach der Rücktrittsankündigung des britischen Premierministers Keir Starmers haben sich neben dem Favoriten Andy Burnham zwei weitere Labour-Abgeordnete für eine mögliche Nachfolge ins Gespräch gebracht. Der ehemalige Staatssekretär für Streitkräfte, Al Carns, erklärte am Dienstag, er wolle zunächst Burnhams "Vision" für das Land hören, bevor er sich auf eine eigene Kandidatur festlege. Britischen Medienberichten zufolge wurde zudem Regierungsminister Darren Jones von mehreren Abgeordneten dazu ermutigt, ebenfalls zu kandidieren.

Textgröße ändern:

Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr aus dem Umfeld von Jones, dass dieser sich alle Optionen offen halten wolle, bis Burnham detailliertere Regierungspläne vorlege, insbesondere zur Wirtschaft. Eine Kandidatur von Jones sei jedoch "sehr unwahrscheinlich".

Starmers parteiinterner Konkurrent Andy Burnham gilt als klarer Favorit für die Nachfolge des scheidenden Parteivorsitzenden: Der 56-jährige bisherige Bürgermeister von Manchester gab direkt nach Starmers Rücktritt seine Kandidatur für den Parteivorsitz und für das damit verknüpfte Amt als Regierungschef bekannt.

Starmer hatte angesichts massiven Drucks auch aus seiner eigenen Partei am Montag seinen Rücktritt angekündigt. Er werde bis zur Wahl eines Nachfolgers Regierungschef bleiben, sagte er. Der letztliche Auslöser des Rücktritts war der klare Sieg von Burnham bei einer Nachwahl in Nordengland um einen Sitz im Unterhaus am vergangenen Donnerstag. Der Bürgermeister von Manchester genießt hohe Popularität und hatte sich zur Wahl aufstellen lassen, um Premierminister werden zu können.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Unterlassene Hilfeleistung: Wann Sie helfen müssen und welche Risiken bestehen

Wer in einer Notlage nicht hilft, macht sich strafbar. Doch was genau verlangt das Gesetz von Passanten? Rechtsanwältin Leonora Holling und Rechtsanwalt Christian Rode klären auf: Hilfe muss möglich und zumutbar sein, doch wer handelt, ist vor Haftungsrisiken weitgehend geschützt.

Neue Berechnung: Deutschland droht 2026 Klimaziel zu verfehlen

Deutschland droht 2026 anders als in den Vorjahren sein gesetzliches Klimaziel zu verfehlen. Das geht aus am Freitag veröffentlichten Berechnungen des Thinktanks Agora Energiewende auf Basis vorläufiger Daten hervor. Demnach nahmen die Treibhausgasemissionen im ersten Halbjahr zwar weiter ab, jedoch nur geringfügig um sieben Millionen CO2-Äquivalente. Zudem sei der Rückgang in erster Linie auf die schwierige Wirtschaftslage und auf Preiseffekte zurückzuführen.

Brosius-Gersdorf kritisiert Richterwahl in neuem Buch

Die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf hat ein neues Buch veröffentlicht, in dem sie ihre abgelehnte Nominierung zur Richterin am Bundesverfassungsgericht thematisiert. Sie wirft der Politik vor, die Grenzen der juristischen Vernunft zu überschreiten und ihre wissenschaftlichen Standpunkte als Hindernis für das Amt zu nutzen.

US-Bundesrichterin blockiert vorerst Trumps Dekret zu Briefwahleinschränkungen

Gut zwei Monate vor den Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten hat eine US-Bundesrichterin den Plänen von Präsident Donald Trump für eine erschwerte Briefwahl vorerst einen Riegel vorgeschoben. Ein entsprechendes Dekret Trumps sei "mutmaßlich verfassungswidrig", erklärte die Richterin Indira Talwani am Donnerstag (Ortszeit). Unabhängig davon wäre es für die Bundesstaaten "praktisch unmöglich", das Dekret umzusetzen, führte sie weiter aus.

Textgröße ändern: