Deutsche Tageszeitung - Wehrbeauftragter fordert Klarheit bei möglichen Pflicht-Versetzungen nach Litauen

Wehrbeauftragter fordert Klarheit bei möglichen Pflicht-Versetzungen nach Litauen


Wehrbeauftragter fordert Klarheit bei möglichen Pflicht-Versetzungen nach Litauen
Wehrbeauftragter fordert Klarheit bei möglichen Pflicht-Versetzungen nach Litauen / Foto: © AFP/Archiv

Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Henning Otte, fordert schnelle Klarheit bei den von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in Aussicht gestellten verpflichtenden Bundeswehr-Versetzungen zur deutschen Brigade in Litauen. "Unsere Soldatinnen und Soldaten benötigen jetzt frühzeitig Klarheit darüber, wer künftig Dienst in Litauen leisten wird", sagte Otte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

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Entscheidungen über Pflicht-Versetzungen müssten "mit einem hohen Maß an Planbarkeit, Fürsorge und angemessener Vergütung einhergehen", forderte der Wehrbeauftragte weiter. "Wer von unseren Soldatinnen und Soldaten diese besondere Einsatzbereitschaft erwartet, muss zugleich verlässliche Rahmenbedingungen schaffen."

Pistorius hatte am Montag bei einem Besuch der Panzerbrigade 45 in Litauen gesagt, die Bundeswehr setze weiterhin auf Freiwilligkeit. Es könne aber "passieren" und er sei sicher, "dass es geschehen wird", dass "manche nicht deshalb hingehen, weil sie es wollten", fügte Pistorius auf Englisch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem litauischen Amtskollegen Robertas Kaunas hinzu.

Der ebenfalls nach Litauen gereiste Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, stützte Pistorius' Aussagen. "Eine Armee funktioniert nicht nur über Freiwilligkeit", sagte er. Deutschland habe seinem Partner versprochen, Ende 2027 vor Ort zu sein. "Und wir werden liefern", fügte Freuding an.

Die Litauen-Brigade wird offiziell Panzerbrigade 45 genannt. Sie war im April 2025 offiziell in Dienst gestellt worden, bis Ende 2027 soll sie die volle Truppenstärke von 4800 Soldaten und 200 zivilen Angestellten erreicht haben und somit einsatzbereit sein. Zentrale Standorte sind das unweit der Grenze zu Belarus und südwestlich der Hauptstadt Vilnius gelegene Rudninkai sowie Rukla nahe der zweitgrößten litauischen Stadt Kaunas.

(A.Nikiforov--DTZ)

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