Deutsche Tageszeitung - König Charles III. hat seit Thronbesteigung 30 Millionen Pfund Steuern gezahlt

König Charles III. hat seit Thronbesteigung 30 Millionen Pfund Steuern gezahlt


König Charles III. hat seit Thronbesteigung 30 Millionen Pfund Steuern gezahlt
König Charles III. hat seit Thronbesteigung 30 Millionen Pfund Steuern gezahlt / Foto: © AFP/Archiv

Der britische König Charles III. hat seit seiner Thronbesteigung im Jahr 2022 mehr als 30 Millionen Pfund (35 Millionen Euro) Steuern auf seine privaten Einnahmen gezahlt. Das teilte der Buckingham Palast am Donnerstagabend mit. Charles ist der erste britische König, der seine Steuerzahlungen publik macht. Die Veröffentlichung sei Teil der Bemühungen um mehr Transparenz, erklärte der Königspalast.

Textgröße ändern:

Auch Thronfolger William legte erstmals seine Steuerzahlungen offen. Der älteste Sohn von Charles zahlte den Angaben zufolge mehr als 20 Millionen Pfund (gut 23 Millionen Euro) Einkommens- und Kapitalertragssteuer, seitdem er seinem Vater nach dessen Krönung als Inhaber des Titels Prinz von Wales nachfolgte.

Die britischen Könige und Königinnen müssen laut Gesetz keine Einkommenssteuer, keine Kapitalertragssteuer und keine Erbschaftssteuer zahlen. Königin Elizabeth II. begann aber 1993 damit, freiwillig Einkommenssteuern und Kapitalertragssteuern zu entrichten. Charles wiederum hatte bereits in seiner Zeit als Prinz von Wales, bevor er im September 2022 nach dem Tod seiner Mutter den Thron bestieg, seine Steuerzahlungen offengelegt.

Im Zuge des Skandals um den früheren Prinzen Andrew ist der Druck auf das Königshaus gestiegen, transparenter bei seinen Finanzen zu sein. Anfang Juni war bekannt geworden, dass der wegen seiner Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Ungnade gefallene Andrew sein Einkommen jahrelang mit der Untervermietung von Cottages auf einem königlichen Anwesen aufbesserte, auf dem er selbst quasi mietfrei wohnte.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Trump sagt zwei seiner letzten Wahlkampfauftritte vor den Zwischenwahlen ab

US-Präsident Donald Trump hat auf zwei Wahlkampfauftritte vor den Zwischenwahlen zum Kongress verzichtet. Trump sage zwei seiner letzten Wahlkampfveranstaltungen vor den Midterms ab, teilte seine Republikanische Partei am Donnerstag (Ortszeit) mit. Anstelle der Veranstaltungen in Kansas und Iowa werde der Präsident eine "große Anzahl" virtueller "Telerallyes" in zahlreichen Bundesstaaten abhalten. Trumps letzte Wahlkampfveranstaltung soll nun am Freitag in Florida stattfinden.

Angespannte Lieferketten: Friedrich Merz wirbt in Südkorea um verlässliche Partner

Südkorea und Deutschland sollen sich laut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gemeinsam für die Entwicklung von Zukunftstechnologien und den Schutz kritischer Lieferketten einsetzen. Dies teilte Merz am Freitag zur Eröffnung der 19. Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft in Seoul mit. Gemeinsam stünden die beiden Staaten einer autokratischen Machtpolitik sowie der Verletzung internationalen Völkerrechts entgegen. Die dynamische geopolitische Lage lasse gleichgesinnten Staaten die Möglichkeit, näher zusammenzurücken und widerstandsfähige Partnerschaften zu bilden.

Frankreich: "Gelbwesten" rufen zu Kochtopf-Protest auf

Die französische Protestbewegung der sogenannten Gelbwesten hat für Freitag zu einer Aktion "zur Verteidigung der öffentlichen Freiheiten" in Form von Kochtopflärm aufgerufen. Die Teilnehmer sind aufgerufen, ab 18.00 Uhr mit Topfdeckeln und Kochtöpfen Lärm vor der Nationalversammlung in Paris zu machen. Die Regierung sperre die Innenstädte für Demonstrationen, deshalb sollten nun "unter den Fenstern der Abgeordneten die Kochtöpfe erklingen", erklärte die Bewegung. Geplant sei außerdem eine Schweigeminute für die "Opfer der Polizei und der extremen Rechten".

Carney, von der Leyen und Costa beraten über künftige Partnerschaft Kanadas und der EU

In Montreal beraten am Freitag der kanadische Premierminister Mark Carney, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa über die Ausgestaltung der künftigen Partnerschaft. Für 12.15 Uhr (Ortszeit, 17.15 Uhr MEZ) ist eine gemeinsame Pressekonferenz in Montreal angesetzt. "Wir beide wollen unsere Beziehungen auf die höchstmögliche Ebene heben", sagte von der Leyen zum Auftakt des EU-Kanada-Gipfels am Donnerstag.

Textgröße ändern: