Deutsche Tageszeitung - Ukraine: Neun Tote und mehr als 40 Verletzte bei russischen Angriffen

Ukraine: Neun Tote und mehr als 40 Verletzte bei russischen Angriffen


Ukraine: Neun Tote und mehr als 40 Verletzte bei russischen Angriffen
Ukraine: Neun Tote und mehr als 40 Verletzte bei russischen Angriffen / Foto: © UKRAINIAN EMERGENCY SERVICE/AFP

Bei russischen Angriffen in mehreren Regionen der Ukraine sind insgesamt mindestens neun Menschen getötet und mehr als 40 Menschen verletzt worden. Bei einem Raketenangriff auf die zentralukrainische Industriestadt Dnipro wurden am Montag Behördenangaben zufolge mindestens fünf Menschen getötet. Drei Menschen starben bei einem Drohnenangriff auf einen Bus in der südlichen Stadt Saporischschja, ein weiteres Todesopfer gab es in Charkiw im Nordosten.

Textgröße ändern:

In Charkiw wurde bei einem Angriff mit einer Lenkbombe eine 23-jährige Frau getötet, wie Bürgermeister Ihor Terechow mitteilte. Fünf weitere Menschen wurden seinen Angaben zufolge verletzt. Die regionale Staatsanwaltschaft veröffentlichte auf Telegram ein Video, das eine Straßenbahn und beschädigte Gebäude sowie eine zugedeckte Leiche zeigt.

Der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanscha, sprach im Onlinedienst Telegram von fünf Toten und 28 Verletzten in der Stadt Dnipro, von denen vier in Lebensgefahr schwebten.

Die Menschen hätten "traumatische Hirnverletzungen, Splitterwunden, Knochenbrüche und Explosionsverletzungen", teilte Hanscha mit. Er veröffentlichte Fotos, die ein beschädigtes Gebäude zeigten sowie eine unkenntlich gemachte Leiche.

"Russische Truppen haben einen Luftangriff auf ein privates Unternehmen in der Stadt Dnipro ausgeführt", erklärte die ukrainische Polizei. Auf von der Polizei veröffentlichten Fotos waren Rettungssanitäter zu sehen, welche die Verletzten in der prallen Sonne versorgten. Dnipro liegt rund 100 Kilometer von der Front entfernt und wird regelmäßig von der russischen Armee angegriffen.

In der südukrainischen Stadt Saporischschja wurden drei Menschen getötet und acht weitere verletzt, als eine russische Drohne einen Bus traf. Unter den Verletzten war den Behördenangaben zufolge auch ein Kind. Der Leiter der Militärverwaltung der Region, Iwan Fedorow, veröffentlichte Fotos eines Kleinbusses, dessen Heck von einer Explosion komplett zerstört wurde. Saporischschja liegt 30 Kilometer von der Front entfernt und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region, die Moskau als annektiert erklärt hat.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj prangerte im Onlinedienst X den "russischen Terror" an und bekräftigte, die Ukraine brauche mehr Mittel zur Raketenabwehr. Europa müsse in diesem Bereich - unabhängig von den USA - "seine eigene Verteidigung" aufbauen, forderte Selenskyj.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren fast täglich mit Raketen- und Drohnenangriffen. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Luftangriffe auf Russland und von Moskau kontrollierte Gebiete intensiviert. Die Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges unter Vermittlung der USA sind ins Stocken geraten.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Nach Auszählung aller Stimmen: Netanjahu-Block bei Israel-Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Drei Tage nach der Parlamentswahl in Israel hat der rechtsreligiöse Block von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die meisten Stimmen errungen, verfehlt aber klar die für die Regierungsbildung erforderliche Mehrheit. Laut dem in der Nacht zu Freitag von der israelischen Wahlkommission veröffentlichten offiziellen Ergebnis bleibt Netanjahus Likud-Partei mit 27 Abgeordneten stärkste Partei, sein Bündnis kommt nach Auszählung aller Stimmen auf 53 Sitze.

Erneute Proteste am Samstag: Frankreich mobilisiert 70.000 Polizisten

Mit einem massiven Polizeiaufgebot bereiten sich die französischen Behörden auf einen erneuten Protesttag am kommenden Samstag vor. Rund 70.000 Polizisten sollten eingesetzt werden, sagte Innenminister Laurent Nuñez am Donnerstag. Es bestehe ein "sehr hohes Risiko von Störungen der öffentlichen Ordnung".

Nach Rückkehr nach Venezuela: Machado dankt Trump für Sturz Maduros

Die venezolanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hat US-Präsident Donald Trump für den US-Militäreinsatz zum Sturz des damaligen Staatschefs Nicolás Maduro gedankt. "Dank Ihrer Weitsicht, Ihres Mutes und Ihres Handelns am 3. Januar ist das Tor zur Freiheit aufgestoßen worden", sagte Machado am Donnerstag auf ihrer ersten Pressekonferenz nach ihrer Rückkehr nach Venezuela vor wenigen Tagen.

Weltklimarat soll im Dezember über nächsten Sachstandsbericht beraten

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht will der Weltklimarat (IPCC) Anfang Dezember erneut über noch offene Fragen beraten. Bei der virtuell abgehaltenen Sitzung vom 1. bis zum 3. Dezember solle über die Veröffentlichung des nächsten Sachstandsberichts sowie über den Haushalt beraten werden, erklärte der Weltklimarat am Donnerstag.

Textgröße ändern: