Deutsche Tageszeitung - Online-Medien: Chef von AfD-Nachwuchs fordert mehr inhaltliche Tiefe seiner Partei

Online-Medien: Chef von AfD-Nachwuchs fordert mehr inhaltliche Tiefe seiner Partei


Online-Medien: Chef von AfD-Nachwuchs fordert mehr inhaltliche Tiefe seiner Partei
Online-Medien: Chef von AfD-Nachwuchs fordert mehr inhaltliche Tiefe seiner Partei / Foto: © AFP/Archiv

Im Vorfeld des AfD-Parteitages am Wochenende in Erfurt hat der Chef der Nachwuchsorganisation "Generation Deutschland" mehr inhaltliche Tiefe der Partei bei Diskussionen auf Online-Plattformen gefordert. "Wir als AfD sagen noch viel zu häufig nur, wogegen wir sind, und spitzen da extrem zu", sagte Jean-Pascal Hohm der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagsausgabe).

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In Online-Medien funktioniere das "Dagegen sein" besser, da die Ablehnung des Gegners schneller gehe als das Erklären eigener Positionen, sagte Hohm weiter. "Aber wir müssen uns da weiterentwickeln und auch klar sagen, was wir stattdessen wollen - gerade wenn wir Regierungsverantwortung anstreben."

Die AfD erzielt über Plattformen wie Tiktok und Instagram vor allem bei jungen Wählern hohe Reichweiten. Sie sieht sich aber auch immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, komplexe Sachverhalte im Internet populistisch zu verkürzen.

Hohm forderte zudem Kompromissbereitschaft mit Blick auf mögliche Regierungsbündnisse mit der CDU, etwa in Sachsen-Anhalt. Auch die AfD müsse "kompromissbereit sein", sagte er. In den Kernbereichen der Migrations- und Wirtschaftspolitik allerdings sollte die Partei "absolut hart bleiben".

Die AfD hält am Wochenende in Erfurt ihren Bundesparteitag ab. Die Behörden erwarten eine massive Mobilisierung gegen die Veranstaltung. Die Deutsche Polizeigewerkschaft spricht von mehr als 50.000 angemeldeten Gegendemonstranten.

(L.Møller--DTZ)

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