Deutsche Tageszeitung - Leichnam von Chamenei zur Aufbahrung in die Mosalla von Teheran gebracht

Leichnam von Chamenei zur Aufbahrung in die Mosalla von Teheran gebracht


Leichnam von Chamenei zur Aufbahrung in die Mosalla von Teheran gebracht
Leichnam von Chamenei zur Aufbahrung in die Mosalla von Teheran gebracht / Foto: © KHAMENEI.IR/AFP

Der Leichnam des getöteten obersten Führers des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, ist nach Angaben staatlicher Medien in die Mosalla von Teheran gebracht worden. Fotos zeigten am Freitag Trauernde, die Chameneis mit der iranischen Flagge bedeckten Sarg in den für große Feierlichkeiten konzipierten Komplex in der Hauptstadt trugen. Dort soll der Leichnam Chameneis am Samstag öffentlich aufgebahrt werden. In der Mosalla werden die großen Freitagsgebete, offizielle Gedenkfeiern und religiöse Versammlungen abgehalten.

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Auf Fotos der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars war auch der Chef der Revolutionsgarden, Ahmad Wahidi, zu sehen, wie er Chamenei die letzte Ehre erwies. Er legte seine Hand auf den Sarg und betete. Es war der erste öffentliche Auftritt Wahidis seit Beginn des Iran-Krieges. Seine Vorgänger Mohammad Pakpur war am ersten Tag des Krieges getötet worden.

Die Trauerfeierlichkeiten für den Ende Februar bei US-israelischen Angriffen getöteten Chamenei sollen sich ab Samstag über sechs Tage erstrecken, dabei gibt es auch einen Zwischenstopp im benachbarten Irak. Die Behörden rechnen allein in Teheran mit 15 bis 20 Millionen Teilnehmern bei der dreitägigen Trauerfeier in der iranischen Hauptstadt, durch die am Montag ein Trauerzug ziehen wird. Der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf hatte am Donnerstag zu einer zahlreichen Teilnahme aufgerufen, um Chameneis Tod zu "rächen".

Die Trauerfeier geht mit erheblichen Verkehrseinschränkungen einher. Ein großer Bereich der Innenstadt wird für den Autoverkehr gesperrt, kein Fahrzeug darf sich der Mosalla in einem Umkreis von einem Kilometer nähern. Der Luftraum über Teheran sollte ab Freitag teilweise und am Montag vollständig gesperrt werden.

Eigentlich war die Trauerfeier für Chamenei bereits für den März geplant gewesen, wurde wegen des Iran-Krieges jedoch verschoben. Chamenei, der fast 37 Jahre im Iran herrschte, wird schließlich am 9. Juli in Maschhad beigesetzt.

Ab Freitag wurden Staatenlenker und hochrangige Vertreter aus rund 30 Ländern in Teheran erwartet. Darunter sind der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew und Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif.

Zum Nachfolger von Chamenei wurde sein Sohn Modschtaba Chamenei ernannt. Seit seiner Ernennung ist Modschtaba jedoch noch nicht öffentlich in Erscheinung getreten.

(P.Tomczyk--DTZ)

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