Deutsche Tageszeitung - Wadephul betont vor Reise nach Israel historische Verantwortung Deutschlands

Wadephul betont vor Reise nach Israel historische Verantwortung Deutschlands


Wadephul betont vor Reise nach Israel historische Verantwortung Deutschlands
Wadephul betont vor Reise nach Israel historische Verantwortung Deutschlands / Foto: © AFP/Archiv

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat unmittelbar vor seiner Reise nach Israel die historische Verantwortung Deutschlands betont. "Unser Verhältnis zu Israel kann nie unabhängig von der Verantwortung gesehen werden, die Deutschland angesichts des von Deutschen begangenen Menschheitsverbrechens der Shoa für die Sicherheit des einzigen jüdischen Staates trägt", sagte Wadephul am Dienstagmorgen. "Ich reise zu einem engen Freund und Partner."

Textgröße ändern:

"Der Staat Israel ist von vielen Seiten bedroht, der weltweite Antisemitismus nimmt zu", konstatierte der Bundesaußenminister kurz vor seiner Abreise. Ziel seiner Reise sei es, "einen Beitrag zur Verständigung und langfristigen Befriedung in der Region zu leisten". Es sei klar, dass "die drängenden Fragen regionaler Sicherheit im Nahen und Mittleren Osten nur im Rahmen eines gemeinsamen Verständnisses aller beteiligten Länder beantwortet werden können".

Wadephul verwies in diesem Zusammenhang sowohl auf den Iran-Krieg und den Krieg im Libanon als auch die Situation im Gazastreifen. "Während der heißen Sommermonate spitzt sich aktuell der Wassermangel gefährlich zu", sagte Wadephul mit Blick auf das Palästinensergebiet. "Vollumfänglicher Zugang für humanitäre Helfer und ihre Materialien sind unerlässlich, um die verzweifelte Lage der Menschen in Gaza zu verbessern."

Wadephul will in Israel seinen Amtskollegen Gideon Saar treffen. Die Reise erfolgt vor seiner Teilnahme am Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara. Zuletzt hatten Äußerungen des türkischen Außenministers Hakan Fidan für scharfe Kritik gesorgt, der Israel als "Last für die Menschheit" bezeichnete. Wadephul hatte Fidans Bemerkungen als "vollkommen unangemessen" kritisiert.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Von Trump unterstützte Darline Graham gewinnt Stichwahl um Senatssitz ihres verstorbenen Bruders

Die von US-Präsident Donald Trump unterstützte Darline Graham hat die Stichwahl der Republikaner im Bundesstaat South Carolina um den Senatssitz ihres verstorbenen Bruders Lindsey Graham gewonnen. Die 62-Jährige, die bislang politisch weitgehend unbekannt ist, setzte sich am Dienstag gegen den konservativen Abgeordneten Ralph Norman durch, wie mehrere US-Sender prognostizierten. Sie wird sich damit bei den Zwischenwahlen im November um einen Senatssitz in Washington bemühen.

Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Spitzenduell zwischen CDU und AfD

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt treffen am Mittwochabend (20.15 Uhr) die Spitzenkandidaten der Parteien erneut aufeinander. In der Sendung "Fakt ist!" des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) stellen sich in Magdeburg zunächst Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze sowie AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in einem Duell den Fragen der Moderatoren. Anschließend wird die Runde um die Kandidaten und Kandidatinnen von Linkspartei, SPD, Grünen, FDP und BSW erweitert.

Kurdenführer Abdi verkündet Auflösung der Demokratischen Kräfte Syriens

Mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung haben die kurdisch dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) ihre Auflösung verkündet, um fortan Teil der regulären Armee des Landes zu sein. Der syrische Kurdenführer Maslum Abdi gab am Dienstagabend "das Ende des Einsatzes" der SDF bekannt und erklärte deren Auflösung "als unabhängige Streitmacht". Dies erfolge nach dem "Abschluss des Prozesses der Eingliederung unserer Streitkräfte in die Brigaden der syrischen Armee", sagte Abdi im Präsidentenpalast in Damaskus in einer im Fernsehen übertragenen Rede, die er zuerst auf Arabisch und dann auf Kurdisch hielt.

Israel beginnt mit Räumung von UNRWA-Ausbildungszentrum in Ost-Jerusalem

In seinem Vorgehen gegen das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA hat die israelische Regierung am Dienstag damit begonnen, ein Berufsbildungszentrum der Organisation in Ost-Jerusalem räumen zu lassen. "In Übereinstimmung mit meiner Anweisung und dem von uns verabschiedeten Gesetz hat heute die Räumung des UNRWA-Geländes in Kafr Akab in Jerusalem begonnen", erklärte das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu. Das Kalandia-Ausbildungszentrum war 1952 gegründet worden und bot laut UNRWA jedes Jahr etwa 340 Palästinensern aus dem besetzten Westjordanland eine Berufsausbildung.

Textgröße ändern: