Deutsche Tageszeitung - Berichte: USA fordern Ende der Angriffe in Straße von Hormus und stellen Iran Ultimatum

Berichte: USA fordern Ende der Angriffe in Straße von Hormus und stellen Iran Ultimatum


Berichte: USA fordern Ende der Angriffe in Straße von Hormus und stellen Iran Ultimatum
Berichte: USA fordern Ende der Angriffe in Straße von Hormus und stellen Iran Ultimatum / Foto: © AFP/Archiv

Die USA erhöhen im Streit über die Straße von Hormus den Druck auf den Iran. Washington habe Teheran eine Frist bis Samstag gesetzt, um öffentlich ein Ende der Attacken in der Meerenge zu erklären und zuzusichern, dass die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr geöffnet sei, berichteten die US-Nachrichtenportale "Axios" und "Politico".

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Nach Angaben des Außenministeriums in Teheran reist der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Samstag zu Gesprächen über die Straße von Hormus in den Oman. Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg war der Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Meerenge stark zurückgegangen.

Auslöser für das erneute Aufflammen des Konflikts waren Angriffe auf Schiffe, die Washington Teheran zuschreibt. Die USA griffen daraufhin dutzende iranische Ziele nahe der Straße von Hormus an. Der Iran reagierte nach eigenen Angaben mit dutzenden Angriffen auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain.

Trotz der Eskalation erklärte US-Präsident Donald Trump am Freitag, dass die Verhandlungen mit dem Iran fortgesetzt werden sollen. Die USA hätten der Bitte des Iran um neue Gespräche zugestimmt, teilte Trump mit. Er bekräftigte allerdings auch, dass die Waffenruhe mit Teheran "beendet" sei. Trump hatte die mit dem Iran Mitte Juni vereinbarte Feuerpause bereits am Mittwoch am Rande des Nato-Gipfels in der Türkei für beendet erklärt.

Trump drohte dem Iran am Freitag zudem im Falle eines Mordanschlags auf ihn mit einer "vollständigen" Vernichtung. "1000 Raketen sind scharf gemacht und auf die Islamische Republik Iran gerichtet", erklärte der US-Präsident. "Das US-Militär ist bereit, willens und in der Lage, über einen Zeitraum von einem Jahr - mit der Option auf Verlängerung - sämtliche Gebiete des Iran vollständig zu vernichten und zu zerstören." Die Äußerungen des Präsidenten erfolgten einen Tag nach US-Medienberichten, dass der israelische Geheimdienst Washington über einen neuen "konkreten" Plan des Irans zur Ermordung von Trump informiert habe.

Der Iran erhob derweil Anschuldigungen gegen die USA. Außenminister Araghtschi warf den USA vor, gegen das Mitte Juni unterzeichnete Rahmenabkommen über ein Ende des Krieges verstoßen zu haben. "Der Iran hat bislang sein Wort gehalten, im Gegensatz zum sogenannten US-Finanzminister", erklärte Araghtschi.

Er bezog sich dabei auf Absatz 9 des Abkommens, wonach die USA bis zum Abschluss eines Friedensabkommens "keine neuen Sanktionen erlassen und keine zusätzlichen Streitkräfte in der Region einsetzen". Die USA hatten nach den Angriffen auf drei Tanker im Bereich der Straße von Hormus ihre Ölsanktionen gegen den Iran wieder eingesetzt.

Katar und Ägypten hatten den Iran und die USA am Freitag aufgerufen, die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim reiste eine Delegation aus dem Vermittlerland Katar nach Teheran.

(B.Izyumov--DTZ)

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