Deutsche Tageszeitung - US-Militär: Neue Angriffe auf Dutzende Ziele im Iran

US-Militär: Neue Angriffe auf Dutzende Ziele im Iran


US-Militär: Neue Angriffe auf Dutzende Ziele im Iran

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben bei einer neuen Angriffswelle gegen den Iran in der Nacht zum Montag Dutzende Ziele attackiert. Ziel der von US-Präsident Donald Trump angeordneten Angriffe sei gewesen, die Fähigkeit des Iran einzuschränken, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mit. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten nach Angaben iranischer Staatsmedien, sie hätten US-Militärziele und -stützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain angegriffen.

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Bei der jüngsten Angriffswelle seien unter anderem iranische Luftabwehrsysteme und Radarstationen ins Visier genommen worden, erklärte Centcom.

Iranische Staatsmedien meldeten, die US-Angriffe richteten sich gegen Gebiete im Süden und Westen des Iran. Zu den Zielen der US-Angriffe gehörten die Golfinsel Keschm in der strategisch wichtigen Straße von Hormus und Bandar Abbas sowie die an den Irak grenzende Provinz Chusestan.

Bei einem US-Angriff auf die Stadt Mahschahr in Chusestan im Südwesten des Iran sei ein Mensch getötet worden, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Vier weitere Menschen seien verletzt worden.

Der Iran verurteilte die jüngsten US-Angriffe. Diese hätten alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate zunichte gemacht, erklärte das iranische Außenministerium in der Nacht zum Montag. Die USA hätten zudem "eine Rückkehr der Unsicherheit in der Straße von Hormus sowie Störungen der internationalen Handelsschifffahrt verursacht".

Die iranischen Revolutionsgarden griffen laut Irna US-Militärziele und -stützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain an. Die staatliche Nachrichtenagentur zitierte mehrere Erklärungen der Revolutionsgarden, wonach die Revolutionsgarden einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien, ein US-Drohnenkommandozentrum in Bahrain und Stützpunkte in Kuwait angegriffen hätten.

In Bahrain ertönte nach Angaben des Innenministeriums Sirenenalarm. Die Menschen würden aufgefordert, Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben, erklärte das Innenministerium weiter auf X.

Angesichts der neuen Angriffe stiegen die Ölpreise zu Handelsbeginn in Asien an. Sie legten in Tokio um mehr als 3,5 Prozent zu.

Die US-Armee hatte bereits in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus attackiert hatten. Teheran reagierte mit Angriffen auf Ziele in mehreren Golfstaaten.

Außerdem erklärten die iranischen Revolutionsgarden, die für den Welthandel bedeutende Straße von Hormus bleibe "bis auf Weiteres und bis zum Ende der amerikanischen Interventionen in dieser Region gesperrt". Die US-Armee wies dies zurück. "Der Iran kontrolliert die Meerenge nicht. Der Verkehr fließt", erklärte Centcom.

UN-Generalsekretär António Guterres rief angesichts der erneuten Eskalation im Iran-Krieg zu Frieden auf. Sein Sprecher erklärte, "diese Angriffe müssen aufhören".

(W.Budayev--DTZ)

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