Deutsche Tageszeitung - Europarat: Fifa muss nach Trump-Skandal bei der WM an eigener "Integrität" arbeiten

Europarat: Fifa muss nach Trump-Skandal bei der WM an eigener "Integrität" arbeiten


Europarat: Fifa muss nach Trump-Skandal bei der WM an eigener "Integrität" arbeiten
Europarat: Fifa muss nach Trump-Skandal bei der WM an eigener "Integrität" arbeiten / Foto: © AFP

Kurz vor dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft hat der Generalsekretär des Europarats, Alain Berset, den Weltverband Fifa dazu aufgefordert, den Sport künftig vor politischem und finanziellem Druck zu schützen. Berset verwies in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung insbesondere auf die nachträgliche Aberkennung einer roten Karte des US-Spielers Folarin Balogun nach einer Intervention von US-Präsident Donald Trump bei Fifa-Chef Gianni Infantino.

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Die Fifa solle eine "dritte Halbzeit" bis zur nächsten WM einläuten und "dringend daran arbeiten, die Integrität des Sports zu stärken", die durch "Geld und Macht" bedroht sei, erklärte Berset weiter. Politischer Einfluss erstrecke sich "nunmehr bis auf das Spielfeld", schrieb Berset zur Intervention Trumps bei Fifa-Chef Infantino. "Wenn sich Regeln zurechtbiegen lassen, kann jedes Ergebnis in Zweifel gezogen werden." Die WM "endet heute Abend - die Fragen bleiben".

Neben diesem Fall von einer "unter Druck ausgesetzten Sanktion" sei die WM in den USA, Mexiko und Kanada durch das "Infragestellen der Autorität der Schiedsrichter" geprägt gewesen, fügte er hinzu. Zudem äußerte er Kritik an "rassistischen Äußerungen" gegen Spieler, die teilweise auch von Politikern getätigt worden seien. Die Ausweitung von Wettmöglichkeiten habe zudem "Betrug Tür und Tor geöffnet".

Im WM-Finale treffen um 21.00 Uhr MESZ Spanien und Argentinien im MetLife Stadium vor den Toren von New York aufeinander. Die WM 2030 findet in Spanien, Portugal und Marokko statt.

Der Europarat, dem 46 Mitgliedstaaten angehören, wacht seit 1949 über Demokratie und Menschenrechte auf dem Kontinent.

(G.Khurtin--DTZ)

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