Deutsche Tageszeitung - Rauch von Waldbränden verzieht sich: WM-Finale kann bei klarem Wetter stattfinden

Rauch von Waldbränden verzieht sich: WM-Finale kann bei klarem Wetter stattfinden


Rauch von Waldbränden verzieht sich: WM-Finale kann bei klarem Wetter stattfinden
Rauch von Waldbränden verzieht sich: WM-Finale kann bei klarem Wetter stattfinden / Foto: © AFP

Spektakel zum Ende der Fußball-Weltmeisterschaft: Zur Abschlussfeier im MetLife-Stadion vor den Toren New Yorks, dem anschließenden Endspiel zwischen Argentinien und Spanien (21.00 Uhr MESZ) und der Halbzeitshow wurden am Sonntag zahlreiche Stars erwartet. Auch US-Präsident Donald Trump wollte ins Stadion kommen. Er hatte Kanada kurz zuvor mit neuen Zöllen gedroht, weil Rauch von kanadischen Waldbränden in den Nordosten der USA gezogen war.

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Die rauchige Luft hatte zwischenzeitlich sogar Zweifel daran aufkommen lassen, dass das WM-Endspiel am Sonntag stattfinden könnte. Der Rauch verschwand am Tag des Finales aber wieder.

Die Abschlussfeier sollte 90 Minuten vor dem Anpfiff beginnen. Dabei sollten unter anderen der für seine waghalsigen Stunts bekannte Hollywoodstar Tom Cruise, der Sänger Robbie Williams und der Rapper Post Malone auftreten. Für die Halbzeitshow waren Madonna, Justin Bieber, die K-Pop-Band BTS und Shakira angekündigt. Die Pause dürfte wegen des Auf- und Abbaus der Bühne deutlich länger ausfallen als die üblichen 15 Minuten.

Erstmals seit Beginn der WM am 11. Juni wollte Trump ein Spiel im Stadion verfolgen. Das Turnier war von den USA zusammen mit Kanada und Mexiko ausgetragen worden, die mit Abstand meisten Spiele fanden jedoch in den Vereinigten Staaten statt.

Kurz vor dem Finale sorgte der US-Präsident wieder für Missstimmung mit Kanada, indem er mit neuen Zöllen wegen des aus dem Nachbarland eingedrungenen Rauchs drohte. Trump warf den kanadischen Behörden vor, ihre Wälder "nicht ordnungsgemäß in Stand zu halten", was die USA "Milliarden Dollar" koste.

Am Samstag war New York nach Angaben des Unternehmens IQAir noch die Stadt mit der weltweit schlechtesten Luftqualität gewesen, gefolgt von Toronto und Washington. Am Sonntagmorgen war allerdings nichts mehr von dem Qualm zu sehen, stattdessen spannte sich blauer Himmel über die US-Ostküstenmetropole.

Der gesundheitsgefährdende Waldbrand-Rauch aus Kanada hatte in den vergangenen Tagen nicht nur New York, sondern auch andere US-Millionenstädte wie Chicago erreicht. Am Freitag gaben die Behörden auch in Washington eine Warnung wegen sehr hoher Feinstaubbelastung aus. In Städten im Mittleren Westen und im Nordosten der USA trugen Menschen Masken, um sich vor dem Rauch zu schützen. In New York verteilten Büchereien und Bahnhöfe sie kostenlos.

In einer vorläufigen Bilanz hatte Trump die WM am Freitag als das "erfolgreichste Sportereignis überhaupt, vielleicht sogar in der Geschichte der Erde" bezeichnet. Auch der Chef des Weltfußballverbands Fifa, Gianni Infantino, sagte, das Turnier habe "alle Erwartungen übertroffen".

Das Turnier war neben begeisternden Spielen aber auch von vielen Kontroversen geprägt - unter anderem um die hohen Eintrittspreise, die Einreiseverweigerung für einen somalischen Schiedsrichter, den Umgang mit der iranischen Mannschaft und diverse Schiedsrichterentscheidungen.

Am größten Skandal der WM war Trump selbst beteiligt: In einem Telefonat forderte er Infantino auf, die Spielsperre für den US-Fußballer Folarin Balogun nach einer roten Karte zu überprüfen. Die Fifa erteilte Balogun dann die Spielgenehmigung für das Achtelfinalmatch gegen Belgien, das die USA aber 1:4 verloren.

Neben Trump wollten sich auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez, die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum und der kanadische Premierminister Mark Carney das Finale im Stadion ansehen. Der argentinische Staatschef Javier Milei reiste dagegen nicht in die USA.

(P.Hansen--DTZ)

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