Deutsche Tageszeitung - Russland: Fünf Tote und dutzende Verletzte bei ukrainischen Drohnenangriffen

Russland: Fünf Tote und dutzende Verletzte bei ukrainischen Drohnenangriffen


Russland: Fünf Tote und dutzende Verletzte bei ukrainischen Drohnenangriffen
Russland: Fünf Tote und dutzende Verletzte bei ukrainischen Drohnenangriffen / Foto: © AFP

Die Ukraine hat Russland erneut mit massiven Drohnenangriffen überzogen. Bei einer Attacke auf einen Bus in der Grenzregion Belgorod seien fünf Fahrgäste getötet und 23 weitere verletzt worden, erklärte der dortige Gouverneur Alexander Schumajew am Montag im Onlinedienst Telegram. Bei weiteren Drohnenangriffen in der Region Moskau gab es zehn Verletzte. In der Ukraine wurden bei russischen Attacken fünf Menschen getötet.

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Der Angriff auf den Bus ereignete sich dem Gouverneur zufolge in der knapp zehn Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernten Stadt Tschebekino. Bei den fünf getöteten Insassen habe es sich um vier Frauen und ein Kind gehandelt. Drei der 23 Verletzten seien in einem "äußerst ernsten Zustand". Schumajew sprach von einem "unmenschlichen und abscheulichen Angriff" und warf der ukrainischen Armee vor, den Bus "absichtlich und zynisch" ins Visier genommen zu haben.

Rund um die russische Hauptstadt Moskau wurden nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin in der Nacht rund 400 Drohnen abgefangen. Der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, erklärte, unter den zehn Verletzten seien ein Kind sowie drei chinesische Staatsbürger. Schäden an Häusern gab es demnach in den Vororten Podolsk, Odinzowo und Domodedowo.

Die Angriffe lösten nach Behördenangaben auch einen Brand auf einem Industriegelände nahe Domodedowo aus. Die Stadt beherbergt einen der internationalen Flughäfen Moskaus.

Die ukrainische Armee hat seit einigen Monaten ihre Angriffe auf russisches Gebiet verstärkt. Sie bezeichnet die Attacken als Vergeltung für die seit mehr als vier Jahre andauernden Luftangriffe auf ukrainisches Gebiet und will damit unter anderem die russische Energie-Infrastruktur treffen. In vielen Regionen sind Treibstoffe knapp.

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine wurden nach Behördenangaben unterdessen fünf Menschen getötet. Jeweils zwei Tote gab es demnach bei Attacken in Kramatorsk und Pawlohrad, ein Mensch starb in der Stadt Saporischschja.

Russland hat zuletzt ukrainische Städte massiv mit Luftangriffen ins Visier genommen. Im Juni wurden der UNO zufolge mehr Zivilisten bei russischen Angriffen getötet als in jedem anderen Monat seit April 2022. In der Nacht auf Sonntag wurden bei einem russischen Raketenangriff auf die Hauptstadt Kiew ein Mensch getötet und 16 weitere verletzt.

(L.Møller--DTZ)

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