Deutsche Tageszeitung - Neue Trump-Drohungen gegen Teheran inmitten anhaltender gegenseitiger Angriffe

Neue Trump-Drohungen gegen Teheran inmitten anhaltender gegenseitiger Angriffe


Neue Trump-Drohungen gegen Teheran inmitten anhaltender gegenseitiger Angriffe
Neue Trump-Drohungen gegen Teheran inmitten anhaltender gegenseitiger Angriffe / Foto: © US NAVY/AFP/Archiv

Inmitten anhaltender gegenseitiger Angriffe hat US-Präsident Donald Trump neue Drohungen gegen Teheran ausgesprochen: "Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er dafür ein Vielfaches bezahlen", erklärte Trump. Die US-Armee nahm derweil nach eigenen Angaben in einer neuen Angriffswelle iranische Kommandozentren ins Visier. Teheran meldete am Dienstagmorgen Attacken auf US-Einrichtungen in Bahrain und Kuwait. Zudem seien zwei Öltanker in der Straße von Hormus gestoppt worden.

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Trump erklärte in seinem Onlinedienst Truth Social, er habe der Armeeführung Anweisungen erteilt, jeden toten US-Soldaten um ein "Vielfaches" zu rächen. Zugleich erklärte seine Sprecherin, dass der Präsident am Dienstagabend zu einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Delaware reisen werde, um der Ankunft der sterblichen Überreste kürzlich getöteter Soldaten auf US-Boden beizuwohnen.

In den vergangenen Tagen waren im Iran-Krieg drei US-Soldaten getötet worden. Zwei Tote gab es am Freitag bei iranischen Luftangriffen in Jordanien. Ein weiterer Soldat starb im Irak bei der Vernichtung von Munition aus einer iranischen Drohne. Insgesamt sind seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar 17 US-Militärangehörige getötet worden.

Beide Seiten hatten sich im April eigentlich auf eine Waffenruhe geeinigt und im Juni ein Rahmenabkommen geschlossen, das ein endgültiges Friedensabkommen binnen 60 Tagen ermöglichen sollte. Trump hatte vor gut einer Woche aber nach neuen gegenseitigen Angriffen die Waffenruhe für beendet erklärt. Am Samstag dann erklärte Teheran die Rahmenvereinbarung für hinfällig. Am Montag erklärte Irans Präsident Massud Peseschkian, sein Land befinde sich in einem "vollumfänglichen Krieg" mit den USA.

Auch in der Nacht zum Dienstag kam es erneut zu gegenseitigen Angriffen. Die US-Angriffe seien auf Anordnung von Trump als "Oberbefehlshaber" der Streitkräfte erfolgt, erklärte das für die Region zuständige Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. Es seien "militärische Kommandozentralen, maritime Kapazitäten, Startanlagen für Raketen und Drohnen sowie Luftabwehrsysteme" attackiert worden. Damit sollte die Fähigkeit des Iran geschwächt werden, "weiterhin Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen".

Die iranische Armee meldete ihrerseits am Dienstagmorgen, sie habe einen US-Stützpunkt in Kuwait angegriffen. "Die Bodentruppen der Armee nahmen die auf dem Stützpunkt Arifjan in Kuwait stationierten Himars-Raketensysteme der US-Terrorarmee mit Boden-Boden-Raketen ins Visier", erklärte die Armee nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna.

Die Revolutionsgarden verkündeten zugleich, sie hätten zwei Luftabwehrsysteme und eine Radaranlage an US-Stützpunkten in Bahrain sowie Raketenabwehrsysteme, Radaranlagen und Satellitenempfangssysteme in Kuwait getroffen. "Angesichts dieses Radarangriffs sollte sich der Feind auf noch entschlossenere und heftigere Wellen von Drohnen- und Raketenangriffen gefasst machen", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Irna verbreiteten Erklärung.

Die Revolutionsgarden stoppten den Angaben zufolge zudem zwei "nicht regelkonform agierende Öltanker". Diese hätten versucht, die Straße von Hormus zu durchfahren. "Zwei nicht regelkonform agierende Öltanker, die versuchten, die unsichere Südroute der Straße von Hormus zu passieren, wurden gestoppt, nachdem Explosionen an Bord zu verheerenden Bränden geführt hatten", hieß es in der von Irna verbreiteten Erklärung.

Nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) wurde in vor der Küste Omans ein Tanker von einem "unbekannten Geschoss" getroffen. Sie habe "mehrere Meldungen erhalten, wonach ein Tanker ... in der Straße von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen wurde", erklärte die Behörde in der Nacht zum Dienstag. Der Vorfall habe sich rund 15 Kilometer nordöstlich von Limah im Oman ereignet.

Die Straße von Hormus ist einer der Hauptstreitpunkte zwischen Washington und Teheran. Der Iran hält die für die weltweite Schifffahrt und die Entwicklung der Ölpreise immens wichtige Meeresenge inzwischen wieder de facto geschlossen. Die USA haben im Gegenzug eine Blockade iranischer Häfen verhängt.

(O.Tatarinov--DTZ)

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